Brustkrebs (Mammakarzinom): Ultraschall, MRT und Galaktografie helfen bei der Diagnostik

Zur Diagnosestellung bei Brustkrebs kann nicht nur die Mammografie genutzt werden. Es stehen noch weitere Untersuchungsmethoden zur Verfügung:

Mammasonografie

Die Ultraschalluntersuchung der Brust gilt nur als Ergänzung zur Röntgenuntersuchung. Besonders eignet sie sich als Untersuchungsmethode bei jungen Frauen, da sie wegen des dichteren Drüsengewebes meist aussagekräftiger ist als die Mammografie. Als alleinige Untersuchungsmethode ist sie zur Früherkennung jedoch ungeeignet.

Magnetresonanztomografie (MRT)

MRT, auch Kernspintomografie genannt, ist ein teures aber schonendes Untersuchungsverfahren, das insbesondere zur Diagnostik unklarer Herdbefunde eingesetzt wird. Die Kernspintomografie zählt jedoch nicht zu den Methoden der Standarddiagnostik.

Sie dient:
  • zur Verlaufskontrolle während der Therapie (zum Beispiel bei Chemotherapie)
  • zum Ausschluss weiterer Tumoren bei einem schon bekannten Mammakarzinom
  • zur Untersuchung von Patientinnen mit Implantaten
  • bei Hochrisikopatientinnen zur regelmäßigen Kontrolle ohne Erhöhung der Strahlenbelastung
Ein weiteres Verfahren wird heute – allerdings nur noch bei speziellen Fragestellungen – durchgeführt:

Galaktografie

Das Röntgenverfahren zur Kontrastmitteldarstellung der Milchgänge wird angewandt, wenn eine einseitige oder blutige Sekretion der Brust auftritt. Ein Kontrastmittel wird von der Brustwarze aus vorsichtig in den betroffenen Milchgang eingespritzt. Eventuelle Veränderungen lassen sich so gezielt nachweisen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.04.2017
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Krebsinformation des Deutschen Krebsforschungszentrums: Brustkrebs
  • Brustkrebsinfo: www.brustkrebs-berlin.de
  • Deutsche Krebsgesellschaft e.V.: Brustkrebs
  • Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, Leitlinienprogramm Onkologie, Juli 2012. Abrufbar unter: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/032-045OL_l_S3__Brustkrebs_Mammakarzinom_Diagnostik_Therapie_Nachsorge_2012-07.pdf
  • Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsbezogener Krebsregister in Deutschland, Robert Koch-Institut Berlin: Krebs in Deutschland - Häufigkeiten und Trends, 8. Ausgabe, 2012
  • Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 2014
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