Brustkrebs (Mammakarzinom): Mithilfe der Mammografie wird Brustkrebs meist erkannt

Mit einer Mammografie der Brust kann die Größe und Anzahl von Tumoren ab einer Größe von etwa fünf Millimeter beurteilt werden. Auch eine Abgrenzung zu gutartigen Veränderungen ist mitunter möglich. Außerdem können kleine Kalkherde (Mikrokalk) sichtbar gemacht werden, die ein Hinweis auf Umbauvorgänge im Brustgewebe sein können. Somit kann mit der Mammografie ein Karzinom entdeckt werden, bevor andere Zeichen wie zum Beispiel ein tastbarer Knoten auftreten. Eine Mammografie sollte von einem darauf spezialisierten Radiologen durchgeführt werden. 

Mammografie ist vor allem für ältere Frauen geeignet

Die Mammografie ist vor allem für Frauen ab 50 Jahren geeignet. Da jüngere Frauen dichteres Brustgewebe haben, ist bei ihnen die Möglichkeit, mit der Mammografie Brustkrebs zu entdecken, etwas eingeschränkt. Bei ihnen ist eine Ultraschalluntersuchung oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) meist aussagekräftiger.

Mammografie: Röntgenaufnahme der Brust

Bei der Mammografie wird die Brust zwischen zwei Plexiglasscheiben gepresst und von mehreren Seiten geröntgt. Das kann zwar etwas schmerzhaft sein, jedoch kann nur so eine aussagekräftige Aufnahme des Brustgewebes erzielt werden. Jüngere Frauen, die noch ihre Regelblutung haben, sollten die Untersuchung am besten in der ersten Hälfte ihres Zyklus durchführen lassen, da dann die Brust noch etwas weicher ist.

Neben der analogen Mammografie, bei der das Objekt auf einem Röntgenfilm abgebildet wird, gibt es mittlerweile auch die digitale Mammografie, bei der die Bilder elektronisch erfasst, gespeichert und auf einem Monitor betrachtet werden können. Die Strahlung, die bei der Mammografie auf die Brust der Betroffenen einwirkt, beträgt nur einen Bruchteil der Dosis, der unser Körper pro Jahr aus natürlichen Quellen ausgesetzt ist. Trotzdem sollte der Arzt über kurz zurückliegende Röntgenuntersuchungen informiert werden.

Mit der Mammografie werden 70 bis 75 Prozent der Tumoren entdeckt. Um vollständig sicherzugehen, sind jedoch weitere Röntgenaufnahmen oder andere Untersuchungen nötig. Denn es kommt manchmal vor, dass ein sogenannter falsch positiver Befund auftritt. Dabei wirkt bei der ersten Aufnahme eine Stelle im Brustgewebe verdächtig, die sich dann bei weiteren Untersuchungen als harmlos herausstellt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.10.2016
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Krebsinformation des Deutschen Krebsforschungszentrums: Brustkrebs
  • Brustkrebsinfo: www.brustkrebs-berlin.de
  • Deutsche Krebsgesellschaft e.V.: Brustkrebs
  • Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, Leitlinienprogramm Onkologie, Juli 2012. Abrufbar unter: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/032-045OL_l_S3__Brustkrebs_Mammakarzinom_Diagnostik_Therapie_Nachsorge_2012-07.pdf
  • Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsbezogener Krebsregister in Deutschland, Robert Koch-Institut Berlin: Krebs in Deutschland - Häufigkeiten und Trends, 8. Ausgabe, 2012
  • Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 2014
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