Diagnose bei Brustkrebs (Mammakarzinom): Die körperliche Untersuchung

Bei der körperlichen Untersuchung tastet der Arzt die komplette Brustregion sorgfältig ab: Er sucht beide Brüste, ihre Umgebung, die Achselhöhlen und die Schlüsselbeingruben auf Knoten und verhärtete Bereiche hin ab. Entdeckt er eine verdächtige Stelle, prüft er, wie groß der Knoten ist, ob er Schmerzen verursacht und ob er sich verschieben lässt.

Außerdem sieht sich der Arzt die Haut der entsprechenden Region auf eventuelle Einziehungen, Entzündungen oder Großporigkeit (sogenannte Orangenhaut) hin an. Darüber hinaus prüft er, ob die Brustwarzen auf Druck hin Flüssigkeit absondern. Dies ist besonders dann ein Warnzeichen, wenn die Substanz klar oder blutig ist und nur einseitig abgegeben wird. Auch, wenn die Brüste erst seit kurzem einen Größenunterschied aufweisen oder sie sich beim Heben der Arme unterschiedlich verhalten, sollte der Arzt der Ursache auf den Grund gehen.
Info
Im Rahmen des Krebsfrüherkennungsprogramms bieten die gesetzlichen Krankenkassen Frauen ab 30 Jahren eine jährliche Tastuntersuchung der Brust durch den Frauenarzt an. In diesem Zusammenhang kann auch eine Abstrichuntersuchung des Gebärmutterhalses (Zervix) durchgeführt werden. Nehmen Sie die Möglichkeit der Krebsfrüherkennung wahr – je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.04.2016
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, Leitlinienprogramm Onkologie, Juli 2012. Abrufbar unter: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/032-045OL_l_S3__Brustkrebs_Mammakarzinom_Diagnostik_Therapie_Nachsorge_2012-07.pdf
  • http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Downloads/F/Frueherkennung_und_Vorsorgeleistungen_der_GKV/Krebs_Vorsorge-_und_Frueherkennungsleistungen.pdf
  • Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 2014
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