Brustkrebs (Mammakarzinom): Anatomie der weiblichen Brust

Die Brust besteht aus Drüsengewebe sowie reichlich Fett- und Bindegewebe, wobei die Größe der Brust hauptsächlich vom Fettanteil abhängt. Die Brustdrüse besteht aus 15 bis 20 einzelnen Läppchen, in denen in der Stillzeit die Muttermilch produziert wird. Aus ihnen gehen die Milchgänge hervor, die in der Mitte zur Brustwarze führen und sich dort zu den Milchsäckchen erweitern. Diese dienen in der Stillzeit als Milchbehälter.

Brustkrebs Grafik: Aufbau der Brust © vitapublic GmbH
Denkt man sich ein Kreuz mit der Brustwarze als Zentrum, so kann man eine Einteilung in vier Quadranten vornehmen. Der Ort einer Veränderung an der Brust kann so genau bezeichnet werden. Zum Beispiel kann man dann angeben, dass ein Knoten im äußeren, oberen Quadranten tastbar ist.

Durch die zyklischen Hormonschwankungen verspüren viele Frauen kurz vor der Periode ein Spannungsgefühl in der Brust. Im Laufe der Jahre können sich auch kleine Knoten aus Zysten und Bindegewebe entwickeln, man spricht dann von einer fibrozystischen Mastopathie. Diese Veränderungen sind relativ häufig, aber harmlos.

Über die Lymphbahnen gelangen Krebszellen von der Brust in den restlichen Körper

In Zusammenhang mit der Brustkrebserkrankung sind die Lymphabflusswege von besonderer Bedeutung. Denn über die Lymphbahnen werden Tumorzellen, die der Tumor eventuell „streut", abtransportiert. Die Lymphgefäße der Brustdrüse beginnen zwischen den Milchläppchen, verlaufen mit den Milchgängen, erweitern sich dann zu größeren Lymphbahnen, in denen die Lymphflüssigkeit bis zu den regionären Lymphknoten gelangt. Dort werden Krankheitserreger und auch Krebszellen ausgefiltert. Die normalerweise erbsengroßen Lymphknoten schwellen dann an und schmerzen manchmal. Zum größten Teil fließt die Lymphe der Brust durch die Lymphknoten der Achsel, zu einem kleineren Teil auch zu den Lymphknoten ober- und unterhalb des Schlüsselbeins und hinter das Brustbein.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.10.2016
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Krebsinformation des Deutschen Krebsforschungszentrums: Brustkrebs
  • Brustkrebsinfo: www.brustkrebs-berlin.de
  • Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
  • Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsbezogener Krebsregister in Deutschland, Robert Koch-Institut Berlin: Krebs in Deutschland - Häufigkeiten und Trends, 8. Ausgabe, 2012
  • Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, Leitlinienprogramm Onkologie, Juli 2012. Abrufbar unter: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/032-045OL_l_S3__Brustkrebs_Mammakarzinom_Diagnostik_Therapie_Nachsorge_2012-07.pdf
  • Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 2014
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