Video: Gesunder Lebensstil bei Bluthochdruck

Ein gesunder Lebensstil ist der wichtigste Bestandteil der Therapie von Bluthochdruck. Oft können die Blutdruckwerte so ohne Medikamente wieder in den Normalbereich gesenkt werden. Ein gesunder Lebensstil bedeutet: ausreichend Bewegung, eine gesunde Ernährung, wenig Alkohol und keine Zigaretten. Außerdem sollten Betroffene Stress reduzieren und Entspannungstechniken erlernen. Mehr zu einem gesunden Lebensstil bei Bluthochdruck erfahren Sie im Video.

Zu einer wirksamen Bluthochdrucktherapie gehört auch körperliche Bewegung. Geeignet sind Ausdauersportarten wie Joggen, Wandern, Radfahren und Schwimmen. Ungeeignet dagegen sind Sportarten, die das Herz stark belasten, zum Beispiel schnelle Ballspiele oder Kampfsport. Auch kleine Veränderungen im Alltag können bereits positive Effekte haben: Nehmen Sie beispielsweise einfach die Treppe statt den Aufzug.

Körpergewicht und Blutdruck – so hängen sie zusammen

Sportliche Aktivitäten bauen Kalorien ab und helfen beim Abnehmen. Personen mit Bluthochdruck sollten nach Möglichkeit Normalgewicht anstreben. Der Grund: Das Körpergewicht beeinflusst den Blutdruck. Wer fünf Kilo abnimmt, kann seinen Blutdruck durchschnittlich um 10 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) senken.

Alkohol und Rauchen erhöhen das Bluthochdruckrisiko

Alkohol und Rauchen sind zwei weitere wesentliche Risikofaktoren für Bluthochdruck. Deshalb gilt: Wer unter Bluthochdruck leidet, sollte sofort mit dem Rauchen aufhören und – wenn überhaupt – nur wenig Alkohol trinken. Entwöhnungskurse, die von den Krankenkassen übernommen werden, können dabei helfen. Überprüfen Sie Ihren Umgang mit Alkohol einmal kritisch. Weshalb und in welchen Situationen trinken Sie wie viel Alkohol? Männer sollten pro Tag nicht mehr als 20 Gramm Alkohol zu sich nehmen, Frauen nicht mehr als zehn Gramm. 20 Gramm entsprechen ungefähr 0,25 Liter Wein oder 0,5 Liter Bier. Zehn Gramm entsprechen etwa 0,33 Liter Bier oder 0,125 Liter Wein.

Stress treibt den Blutdruck nach oben

Bluthochdruckpatienten sind häufig Menschen, die Dauerstress ausgesetzt sind und nur schlecht entspannen können. Eine hohe Arbeitsbelastung oder Angst um den Arbeitsplatz verschlechtern die Blutdruckwerte ebenfalls. Deshalb ist das Erlernen von Entspannungstechniken für Hypertoniker besonders wichtig.

Viel Obst, Gemüse, Fisch und Vollkorn – weniger Fleisch, Fett und Salz

Nicht nur Menschen mit Bluthochdruck sollten sich gesund und ausgewogen ernähren. Aber gerade für Betroffene ist eine gesunde Ernährung wichtig. Denn: Sie kann zu hohen Blutdruck senken. Die optimale Ernährung besteht aus viel frischem Obst, Gemüse, Fisch, Vollkornprodukten und nur wenig Fleisch und tierischen Fetten. Gesunde Mahlzeiten helfen dabei abzunehmen – daran sollten gerade übergewichtige Hypertoniker denken. Es lohnt sich, nicht mehr so stark zu salzen, denn Kochsalz lässt bei vielen Menschen den Blutdruck steigen. Am besten beschränken sich Bluthochdruckpatienten auf etwa drei bis fünf Gramm Salz pro Tag.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 26.07.2018
  • Autor/in: vitanet.de; Anja Dolski; medizinische Qualitätssicherung: Saskia Thérèse Schirmer, Ärztin
  • Quellen: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. und Deutsche Hochdruckliga e.V.: Leitlinie für das Management der arteriellen Hypertonie (http://www.hochdruckliga.de/tl_files/content/dhl/downloads/2014_Pocket-Leitlinien_Arterielle_Hypertonie.pdf)
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Prävention durch moderaten Alkoholkonsum? (https://www.dge.de/presse/pm/praevention-durch-moderaten-alkoholkonsum/)
  • Gerd Herold: Innere Medizin 2017, Selbstverlag Köln
  • Miamed Amboss: Fachwissen für Mediziner: arterielle Hypertonie
  • Leitlinien für das Management der arteriellen Hypertonie
  • Kazim Husain, Rais A Ansari, Leon Derder. (2014) Alcohol-induced hypertension: Mechanism and prevention. World J Cardiol. 6(5):245-252. (abgerufen am 04.01.2018)
  • Guessous I, Eap CB, Bochud M. (2014) Blood pressure in relation to coffee and caffeine consumption. Curr Hypertens Rep. 16(9):468. (abgerufen am 05.01.2018)
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