Bewegung als Teil der Therapie bei Bluthochdruck (Hypertonie)

Regelmäßige körperliche Bewegung ist ein weiterer wichtiger Behandlungsbaustein. Sie lässt den Kalorienverbrauch steigen und hilft so bei der Gewichtsreduktion. Außerdem wird der Körper besser durchblutet und der Blutzucker besser verwertet. Damit sinkt das Diabetesrisiko. Mit ganz einfachen Mitteln können Sie Ihrem Körper auf die Sprünge helfen:
  • Gehen Sie so oft wie möglich zu Fuß oder benutzen Sie das Fahrrad anstelle des Autos.
  • Benutzen Sie häufiger die Treppe statt des Aufzugs.
  • Gehen Sie täglich mindestens eine halbe Stunde spazieren.
  • Gewöhnen Sie sich an, jeden neuen Tag mit ein paar Minuten Morgengymnastik zu begrüßen. Es bieten sich die unterschiedlichsten Übungen an, etwa Osteoporose-Prophylaxe oder ganz allgemeine Fitnessübungen. Wenn Sie bei geöffnetem Fenster üben, sorgen Sie gleichzeitig für eine erfrischende Sauerstoffdusche.
  • Ausdauersportarten wie Laufen, Walking, Radfahren, Schwimmen oder Skilanglauf sind ideal, um den Kreislauf zu trainieren und gleichzeitig ein paar Pfunde abzuspecken. Zur Unterstützung des körperlichen Trainings sind regelmäßige Saunabesuche, aber auch Wechselduschen oder -bäder empfehlenswert.
Wenn Sie bereits unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, schon einen Schlaganfall oder Herzinfarkt hatten oder zuckerkrank sind, beraten Sie sich am besten mit ihrem Arzt, welche Bewegungsmöglichkeiten für Sie optimal sind.

Doch ob körperlich eingeschränkt oder voll leistungsfähig – in jedem Fall gilt:

  • Steigern Sie Ihr körperliches Training behutsam.
  • Testen Sie aus, was Ihnen gut tut.
  • Üben Sie nie über Ihre persönliche Leistungsgrenze hinaus  das könnte gefährlich werden.
  • In der Gruppe macht Sport mehr Spaß als allein. Wenn Sie Gleichgesinnte finden, dann treffen Sie sich regelmäßig zum gemeinsamen Üben, denn miteinander lässt sich der „innere Schweinehund“ meist leichter überlisten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.05.2015
  • Autor/in: Dr. Anne Dietel, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften AWMF: Leitlinien für die Prävention, Erkennung, Diagnostik und Therapie der arteriellen Hypertonie der Deutschen Liga zur Bekämpfung des hohen Blutdruckes e.V. (Deutsche Hochdruckliga), Stand: März 2012
  • Elliott WJ, Meyer PM: Incident diabetes in clinical trials of antihypertensive drugs: a network meta-analysis (Lancet. 2007 Jan 20 369(9557):201-7)
  • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen: Vergleichende Nutzenbewertung verschiedener antihypertensiver Wirkstoffgruppen als Therapie der ersten Wahl bei Patienten mit essenzieller Hypertonie (Vorbericht), 2007
  • Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. und Deutsche Hochdruckliga e.V.: Leitlinie für das Management der arteriellen Hypertonie (http://www.hochdruckliga.de/tl_files/content/dhl/downloads/2014_Pocket-Leitlinien_Arterielle_Hypertonie.pdf)
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