Ernährung bei Bluthochdruck (Hypertonie): Mediterrane Kost hilft

Für Menschen mit Bluthochdruck (Hypertonie) gelten im Grunde die normalen Regeln einer gesunden Ernährung – jedoch sollten sie sich besonders genau daran halten, um eine optimale Blutdruckeinstellung zu erreichen:

Lachs © Thinkstock
  • Essen Sie viel Gemüse und Obst: Sie enthalten reichlich Antioxidantien, die vor Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) schützen, einer gefährlichen Folgeerkrankung von Bluthochdruck.
  • Bevorzugen Sie pflanzliche Fette wie Olivenöl oder Rapsöl. Sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren und helfen, Arteriosklerose zu verhindern.
  • Gehen Sie sparsam mit tierischen Fetten wie Butter und Schmalz um. Darin sind übermäßig viele gesättigte Fettsäuren und Cholesterin enthalten, die in größeren Mengen genossen schädlich für die Gefäße sind. Auch Kokosfett und Erdnussöl sind wegen ihrer gesättigten Fettsäuren nicht zu empfehlen.
  • Essen Sie Fleisch und Milchprodukte nur in Maßen, auch sie enthalten reichlich tierische Fette. Bevorzugen Sie fettarmen Käse und Joghurt sowie fettarme Milch.
  • Verzehren Sie zweimal wöchentlich Seefisch wie Makrele, Lachs, Wolfsbarsch oder Dorade. Seefisch enthält Omega-3-Fettsäuren, die blutdrucksenkend wirken.
  • Essen Sie reichlich Hülsenfrüchte und Vollkornbrot: Diese Lebensmittel sind nahrhaft und sättigen gut – das hilft Ihnen, Ihr Gewicht zu halten beziehungsweise zu reduzieren.
Eine Ernährung nach diesen Prinzipien wird oft auch mediterrane Kost genannt. Sie hilft nicht nur, Arteriosklerose zu verhindern, mediterrane Kost schützt auch vor Übergewicht. Dies ist für Menschen mit Bluthochdruck besonders wichtig, denn ein hohes Körpergewicht belastet das durch den Bluthochdruck strapazierte Herz zusätzlich.

Auf Fertiggerichte verzichten

Eine Besonderheit gilt allerdings für die Ernährung bei Bluthochdruck: Sie sollten Salz sehr sparsam verzehren. Grundsätzlich sind naturbelassene Lebensmittel zu empfehlen, denn sie enthalten kein oder kaum Salz. Von stark verarbeiteten Produkten wie Chips, geräuchertem Schinken und Fertiggerichten ist abzuraten, da sie sehr viel Salz enthalten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.05.2015
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: H. Koula-Jenik, M. Kraft, Ralf-Joachim Schulz (Hrsg.): Leitfaden Ernährungsmedizin, Urban
  • Interview mit Dr. Ralf Joachim Schulz, Oberarzt am EGZB, mit Maja Döring, leitende Diätassistentin Charité Campus Virchow-Klinikum
  • Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. und Deutsche Hochdruckliga e.V.: Leitlinie für das Management der arteriellen Hypertonie (http://www.hochdruckliga.de/tl_files/content/dhl/downloads/2014_Pocket-Leitlinien_Arterielle_Hypertonie.pdf)