Lexikon: Blut und Blutkrankheiten

  • Blutarmut
  • Ein Blutgefäß, das das Blut vom Herzen wegführt. Arterien transportieren in der Regel sauerstoffreiches Blut. Nur die Arterien des Lungenkreislaufs enthalten sauerstoffarmes Blut. In den Arterien des Menschen sind nur etwa 20 Prozent des gesamten Blutvolumens enthalten. Die größte Arterie ist die Hauptschlagader (Aorta).
  • Untergruppe der weißen Blutkörperchen, sie können z. B. bei Stress, chronischer hämolytischer Anämie, CML u.a. erhöht sein. Norm: 0-2 Prozent
  • Eisen ist das mengenmäßig bedeutsamste Spurenelement in unserem Körper. Als Bestandteil des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin ist es essenziell für den Sauerstofftransport. Ein kleinerer Teil wird als Speichereisen in Leber, Milz und Knochenmark gespeichert. Daneben hat Eisen zahlreiche andere Stoffwechselfunktionen, zum Beispiel als Enzymbestandteil oder in der Entgiftung.
  • Untergruppe der weißen Blutkörperchen, können bei Erhöhung zum Beispiel auf Wurmbefall und Allergien hinweisen. Norm: 0-6 Prozent
  • Sie transportieren den eingeatmeten Sauerstoff von der Lunge in die verschiedenen Teile des Körpers und nehmen auf dem Rückweg Teile des Stoffwechselprodukts Kohlendioxid mit zur Lunge, wo es ausgeatmet wird.
  • Eisenhaltiger roter Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen; bindet den Sauerstoff.
  • Bluterkrankheit, bei Hämophilie Typ A fehlt in 90 Prozent der Fälle der Blutgerinnungsfaktor VIIIC, in 10 Prozent der Fälle ist er inaktiv. Bei Hämophilie Typ B fehlt Faktor IX.
  • Blutkrebs. Zeichnet sich durch eine stark vermehrte Bildung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus, die sich im Knochenmark ausbreiten und dort die Blutbildung verhindern. Die Folge: Anämie (Blutarmut) durch Mangel an Erythrozyten (rote Blutkörperchen).
  • Untergruppe der weißen Blutkörperchen. Eine Erhöhung der Lymphozytenzahl im Blut kann auf eine virale Infektion hinweisen.
  • Große einkernige Zellen, zum Immunsystem gehörend. Sie befinden sich im Gewebe, im Gegensatz zu den im Blut zirkulierenden Monozyten, aus denen sie hervorgegangen sind.
  • Zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) gehörende, im Blut zirkulierende Zellen, aus denen sich Makrophagen (siehe dort) entwickeln können.
  • Untergruppe der weißen Blutkörperchen, sie können bei Erhöhung auf eine bakterielle Infektion hinweisen. Norm: Segmentkernige Neutrophile: 30 bis 80%, Stabkernige Neutrophile: 0-5%
  • Neigung zur Bildung von Thromben, dabei können verschiedene Störungen der Gerinnungskaskade vorliegen
  • Verstopfung eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel (Thrombus). Eine Thrombose in den Venen wird begünstigt, weil das Blut in den Venen langsamer als in den Arterien fließt. Lebensgefährlich werden diese Blutgerinnsel, wenn sie sich ablösen und in die Lunge geschwemmt werden (Embolie).
  • Blutplättchen, die eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielen; sie haften aneinander und bilden so einen Verschluss an verletzten Gefäßwänden.
  • Blutgefäß, das meist sauerstoffarmes Blut zum Herzen hinführt. Nur die Pulmonalvenen (Lungenvenen) enthalten sauerstoffreiches Blut.
Anmerkung
Die Normwerte können je nach Labor und Lebensalter variieren.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 01.07.2011
  • Autor/in: Nasila Nouniaz-Wirbelauer, Ärztin für Allgemeinmedizin
  • Quellen: P. Kumar, Michael C.: Clinical Medicine, W.B. Saunders 1994
  • J. Braun, U. Renz: Klinikleitfaden Innere Medizin, Elsevier 2006
  • A. Hellenbrecht, D. Messerer, N. Gökbuget: "Häufigkeit von Leukämien bei Erwachsenen in Deutschland", Kompetenznetz Leukämie 2003