Anämie - Eisenmangel ist die häufigste Ursache für die Blutarmut

Zu einer Blutarmut (Anämie) kommt es, wenn der Anteil des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin einen bestimmten Wert im Blut unterschreitet. Für Frauen liegt dieser Wert bei zwölf Gramm pro Deziliter (g/dl), für Männer bei 14 g/dl.

Je nach Ursache und Ausprägung, Dauer der Erkrankung und dem Allgemeinzustand der jeweiligen Betroffenen kann sich eine Anämie durch folgende Symtome bemerkbar machen:
  • Blässe
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Luftnot
  • schneller Puls.
Außerdem können sich Durchblutungsstörungen am Herzen oder in den Beinen durch eine Anämie verstärken, wenn die Versorgung der Muskeln mit Sauerstoff nicht mehr ausreicht.

Ursachen einer Anämie



Ein Mangel an Eisen ist weltweit die häufigste Ursache für eine Anämie. Zu einem Eisenmangel kommt es z. B. bei nicht ausreichender Aufnahme von Eisen mit der Nahrung oder durch einen Blutverlust. Ursachen für einen Blutverlust sind etwa:
  • blutende Wunden
  • starke oder verlängerte Menstruationsblutungen
  • blutende Hämorrhoiden
  • Krebserkrankungen
  • Magen- und Darmblutungen.


Anämische Blutzellen unter dem Mikroskop © Lun/ZLP/Charité (CVK) Bei Eisenmangel bilden die roten Blutkörperchen weniger roten Blutfarbstoff, der für die Sauerstoffbindung wichtig ist. Durch den schmaleren Farbstoffsaum erscheinen sie durchsichtiger als normale Erythrozyten.
Magen- und Darmblutungen sind besonders bei der häufigen Einnahme von Schmerzmitteln möglich, die ASS (Acetylsalicylsäure), Ibuprofen, Indometacin oder Diclophenac enthalten. Der Stuhl kann bei Magen- und Darmblutungen eine fast schwarze Farbe annehmen und wird deshalb Teerstuhl genannt. Teerstuhl gilt als medizinischer Notfall und muss sofort behandelt werden. Das Gleiche gilt für das Erbrechen von Blut.

Auch eine Anzahl von chronischen Erkrankungen geht mit einer Anämie einher, z. B.:
  • Infektionen
  • Rheuma
  • Störungen des Hormonstoffwechsels wie die Schilddrüsenunterfunktion.
Von Anämien, die auf einem Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure
beruhen, sind insbesondere ältere Menschen betroffen. Anzeichen können Zungenbrennen, eine gelbliche Hautfarbe und allgemeine Schwäche sowie Kribbeln in den Finger- und Fußspitzen sein.

Mit Gemüse, Vollkornprodukten und Fleisch gegen Anämie



Eine Anämie lässt sich durch eine ärztliche Untersuchung in Verbindung mit einem Bluttest feststellen. Die Therapie der Anämie besteht in der Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung und der Versorgung des Körpers mit Lebensmitteln, die reich an Eisen, Vitamin B12 sowie Folsäure sind. Eisen ist in Fleisch und Vollkornprodukten - etwa Haferflocken, Vollkornreis und -brot - enthalten, Vitamin B12 in Milch, Eiern, Fisch und Fleisch, Folsäure findet sich in grünem Gemüse wie Spinat und Broccoli sowie in Innereien. Reicht dies nicht aus, wird der Arzt Ihnen Eisenpräparate aus der Apotheke empfehlen.


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