Blasenentzündung in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft sind Frauen anfälliger für Harnblasenentzündungen (kurz: Blasenentzündung, medizinisch: Zystitis). Die Ursache: Der erhöhte Spiegel der Schwangerschaftshormone wirkt entspannend auf die Harnwegsmuskulatur, sodass Krankheitskeime leichter durch die Harnröhre in die Blase der Schwangeren eindringen können.

Vor allem in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft wird oft eine Vermehrung von Bakterien im Urin festgestellt, weil der Säuregrad des Urins schwangerschaftsbedingt verändert ist. Außerdem drückt die größer werdende Gebärmutter auf die Harnwege, sodass sich der Urin leichter staut und Bakterien sich gut vermehren können.

Schwangere sollten gleich zum Arzt gehen

Während der Schwangerschaft sollten es Frauen nicht auf den Versuch ankommen lassen und darauf hoffen, dass die Blasenentzündung von allein verschwindet, sondern bei Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen gleich zum Arzt gehen. Auch andere Symptome wie Blut im Urin oder Fieber dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden und müssen sofort in fachkundige Behandlung. Denn eine Blasenentzündung kann nicht nur Ursache für eine Nierenbeckenentzündung sein, sondern auch vorzeitige Wehen auslösen. Deswegen gilt für Schwangere, immer viel zu trinken, um in die Blase aufsteigende Keime rasch aus dem Körper zu spülen – 1,5 Liter am Tag sollten es schon sein.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.02.2017
  • Autor/in: Dr. Borgwart, Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet.de;
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