Ursachen und Risikofaktoren für Harnblasenentzündungen bei Frauen

Dass Frauen sehr viel häufiger an einer Harnblasenentzündung (kurz: Blasenentzündung, medizinisch: Zystitis) leiden als Männer, hat zwei hauptsächliche Gründe: Erstens ist die Harnröhre der Frau kürzer als die des Mannes, sodass Keime auch einen kürzeren Weg in die Blase haben. Und zweitens liegen Harnröhrenausgang und Afterregion bei Frauen dicht beieinander.

So kann es leichter zu Schmierinfektionen mit dem Haupterreger für Blasenentzündung kommen – E. coli, einem Bakterium, das Bestandteil einer gesunden Darmflora ist. Neueren Untersuchungen zufolge sind jedoch diese einleuchtenden Erklärungen möglicherweise gar nicht so bedeutsam für die Empfänglichkeit von Blasenentzündungen wie Anomalien des Immunsystems. Hier ist sicherlich noch Forschung nötig.

Unbestritten ist jedoch, dass auch Geschlechtsverkehr zu einer Verschleppung von Keimen in die Blase beitragen kann – die sogenannte Honeymoon-Zystitis. Auch Verhütungsmethoden, die auf das Abtöten von Spermien abzielen und damit das gesunde, erregerabweisende Scheidenmilieu (vorübergehend) aus dem Gleichgewicht bringen können, können Ursache für eine Blasenentzündung sein. Das Gleiche gilt übrigens für Antibiotikatherapien, die sich ebenfalls ungünstig auf die gesunde Scheidenflora der Frau auswirken und damit Keime begünstigen, die in die Harnblase wandern können.

Auch die körperlichen Umstellungen während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren (Klimakterium) können die Entstehung eines Harnweginfekts begünstigen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.05.2015
  • Autor/in: Dr. Borgwart, Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet.de;
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