Ursachen und Risikofaktoren für Blasenentzündungen bei Frauen
Dass Frauen sehr viel häufiger an einer Blasenentzündung (Zystitis) leiden als Männer, hat, so wird meist vermutet, zwei hauptsächliche Ursachen: Erstens ist die Harnröhre der Frau kürzer als die des Mannes, sodass Keime auch einen kürzeren Weg in die Blase haben. Und zweitens liegen Harnröhrenausgang und Afterregion bei Frauen dicht beieinander. So kann es leichter zu Schmierinfektionen mit dem Haupterreger für Blasenentzündung kommen – E. coli, einem Bakterium, das Bestandteil einer gesunden Darmflora ist. Neueren Untersuchungen zufolge sind jedoch diese einleuchtenden Erklärungen möglicherweise gar nicht so bedeutsam für die Empfänglichkeit von Blasenentzündungen wie Anormalitäten des Immunsystems. Hier ist sicherlich noch Forschung nötig.
Unbestritten ist jedoch, dass auch Geschlechtsverkehr zu einer Verschleppung von Keimen in die Blase beitragen kann – die sogenannte Honeymoon-Zystitis. Auch Verhütungsmethoden, die auf das Abtöten von Spermien abzielen und damit das gesunde, krankheitsabweisende Scheidenmilieu (vorübergehend) aus dem Gleichgewicht bringen können, können Ursache für eine Blasenentzündung sein. Das Gleiche gilt übrigens für Antibiotikatherapien, die sich ebenfalls ungünstig auf die gesunde Scheidenflora der Frau auswirken und damit krankmachende Keime begünstigen, die in die Harnblase wandern können.





