Harnblasenentzündung: Ursachen und Risikofaktoren

Ursache für eine Harnblasenentzündung (kurz: Blasenentzündung, medizinisch: Zystitis) sind meistens Bakterien, insbesondere Darmbakterien. Bei einer Infektion der unteren Harnwege sind die Harnröhre und/oder die Blase entzündet. Bei Fortschreiten der Blasenentzündung können auch die oberen Harnwege betroffen sein. Dann liegt eine Nierenbeckenentzündung vor. Sie muss vom Arzt behandelt werden.

Wenn Säuglinge betroffen sind, kommen oft angeborene Fehlbildungen als Ursache für eine Zystitis infrage. Bei Frauen liegt aus anatomischen Gründen ein höheres Risiko für Blasenentzündungen vor, da Keime aus Darm oder Scheide schnell in die nahe gelegene Harnröhrenöffnung gelangen können. Da die weibliche Harnröhre außerdem relativ kurz ist, können die Bakterien dann leicht in die Blase aufsteigen und dort Entzündungen auslösen. Bei Männern in fortgeschrittenem Lebensalter ist häufig eine Vergrößerung der Prostata die Ursache für eine Entzündung der Harnwege. Die dadurch entstehenden Harnabflussstörungen machen die Betroffenen anfälliger für Infektionen. Anfälliger für Blasenentzündungen sind auch Schwangere. Die Ursache: Bei ihnen können aufgrund einer entspannteren Harnwegsmuskulatur Keime leichter in die Blase vordringen.

Folgende Faktoren begünstigen eine Blasenentzündung:

  • Unterkühlung, nasse Badekleidung, kalte Füße
  • sexuelle Aktivität (beim Geschlechtsverkehr können die Keime leicht in die Scheide gelangen)
  • Harnabflussstörungen, zum Beispiel durch eine vergrößerte Prostata
  • Abwehrschwäche
  • falsche Intimhygiene bei Frauen
Tipp:
Versuchen Sie immer, die Blase vollständig zu entleeren. Zudem sollten Sie als Frau darauf achten, die Genitalregion immer von vorn nach hinten abzuwischen. Das verringert das Risiko für eine Blasenentzündung.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.02.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie
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