Therapie bei Blähungen: Entschäumer

Zur Behandlung von Blähungen (Flatulenz) werden Entschäumer eingesetzt. Entschäumer sorgen dafür, dass die Gase im Darm schneller abgehen. 

Die Nahrungsbestandteile können im Darm unter gewissen Umständen Schaumblasen bilden. Dieser Schaum ist sehr zäh und die eingeschlossene Luft kann nicht entweichen. Entschäumer können die dünnen Schaumhäutchen durchdringen und zerstören, sodass die Blasen platzen und die Luft entweichen kann. Sie wird dann entweder von der Darmschleimhaut aufgenommen und abgeatmet oder verlässt den Darm durch den After nach außen. Diese entschäumenden Substanzen wirken direkt im Darm und werden nicht ins Blut aufgenommen.

Entschäumer mit den Wirkstoffen Dimeticon oder Simethicon

Als Wirkstoffe kommen Substanzen wie Dimeticon oder Simethicon zum Einsatz. Es gibt Kautabletten und Suspensionen – Letztere können auch bei Säuglingen angewandt werden. Die darin enthaltene Sorbinsäure kann bei empfindlichen Personen vorübergehende Hautreizungen auslösen.

Man nutzt Entschäumer nicht nur bei Blähungen, sondern auch vor diagnostischen Untersuchungen. Sogenannte „Gasschatten“ im Röntgenbild können dadurch verringert werden. Auch vor Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums können Entschäumer hilfreich sein, um eine Überlagerung der Organe durch luftgefüllte Darmschlingen zu vermeiden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 02.11.2016
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
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