Symptome der Bindehautentzündung

Infektiöse Bindehautentzündungen können durch Viren, Bakterien oder Parasiten verursacht werden. Eine Vielzahl von Erregern kommt dabei in Frage. Sie gelangen durch Schmierinfektion, beispielsweise über infizierte Hände, Hand- oder Taschentücher, ins Auge.

Die sogenannte Schwimmbadkonjunktivitis ist eine bakterielle Infektion mit Chlamydien und kann, wie der Name schon sagt, durch Baden in ungechlorten Schwimmbädern übertragen werden. Meistens beginnt die Entzündung an einem Auge, das zweite Auge erkrankt kurze Zeit später. Infektiöse Bindehautentzündungen sind hoch ansteckend und sollten ärztlich behandelt werden.

Nicht infektiöse Bindehautentzündungen entstehen beispielsweise durch Rauch, Staub, Chlor, Wind, Kälte, UV-Strahlung, Überanstrengung, verminderten Tränenfluss oder nicht richtig angepasste Brillengläser. Die Augen sind gerötet, tränen und je nach Ursache kommen Schmerzen und ein Fremdkörpergefühl (Kratzen im Auge) hinzu. Bei der allergisch bedingten Bindehautentzündung werden die Betroffenen zusätzlich durch starken Juckreiz gequält.
Wichtiger Hinweis:
Bei starker Lichtempfindlichkeit und Schmerzen im Auge muss immer ein Augenarzt aufgesucht werden. Diese Symptome deuten auf eine Beteiligung der Hornhaut hin.

Typische Symptome einer Bindehautentzündung:

  • gerötete Augen
  • Anschwellen der Bindehaut
  • tränende und brennende Augen
  • Fremdkörpergefühl
  • eitrige Absonderungen (Augen können beim Schlafen „verkleben“)

Bindehautentzündung beim Säugling

Wenn Säuglinge häufig an einer Konjunktivitis erkranken, kann das durch einen noch nicht vollständig ausgereiften Tränen-Nasen-Kanal bedingt sein. Dieser ist bis kurz vor der Geburt noch durch ein dünnes Häutchen verschlossen und sollte sich dann öffnen. Manchmal geschieht dies verzögert erst im Laufe des ersten Lebensjahres. Auch ein Schleimpfropf kann sich im Tränenkanal befinden. Die Tränengänge können dann verstopfen und sich entzünden. Die Augen des Kindes sind gerötet und tränen. Es kann außerdem zu gelben, eitrigen Absonderungen am Lidrand kommen. Die Behandlung muss durch einen Kinderarzt oder Augenarzt erfolgen. Häufig verwächst sich diese Störung bis zu einem Alter von zwölf Monaten. Falls nicht, kann der Tränenkanal durch einen ambulanten operativen Eingriff geöffnet werden. Da Babys noch nicht stillhalten können, wird so ein Eingriff in der Regel in Kurznarkose durchgeführt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.11.2006
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie
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