Diagnostik des Bandscheibenvorfalls: Myelografie und Diskografie

Ein weiteres Verfahren, das jedoch an Bedeutung bei der Diagnostik des Bandscheibenvorfalls verloren hat und speziellen Fragestellungen vorbehalten bleibt, ist die Myelografie. Hierbei wird Kontrastmittel mit einer feinen Nadel in den Wirbelkanal gespritzt. Die Flüssigkeit verteilt sich und umspült die Nerven, die sich nun als linienförmige Aufhellungen verfolgen lassen.

Myelografie

Ein Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps) oder ein Knochenanbau zeigt sich durch eine Aussparung des Kontrastmittels im Röntgenbild. Die Myelografie ist für den Patienten unangenehm und nicht nebenwirkungsfrei. Da der innere Druck der Nervenflüssigkeit im Wirbelkanal durch die Punktion und die anschließende Zugabe des Kontrastmittels verändert wird, können Reizungen der empfindlichen weichen Hirnhäute entstehen, die das Rückenmark und das Gehirn umkleiden. Heftige Kopfschmerzen, die gelegentlich erst nach einigen Tagen abklingen, sind eine mögliche Komplikation. Gelegentlich wird die Myelografie auch mit der Computer- oder Kernspintomografie kombiniert.

Diskografie

Erwähnt werden soll auch eine seltene Untersuchungsmethode zur Darstellung der Bandscheibe, die Einspritzung eines Kontrastmittels direkt in den Bandscheibenraum. Man bezeichnet sie als Diskografie. Das Kontrastmittel breitet sich bei der Diskografie im punktierten Bandscheibenraum aus. Im Röntgenbild lassen sich nun die Begrenzungen der Bandscheibe und ein Bandscheibenvorfall erkennen. Da auch die Diskografie den Patienten belastet, bleibt sie ausgewählten diagnostischen Fragestellungen vorbehalten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.01.2015
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet;
  • Quellen: www.leitlinien.net : Bandscheibenbedingte Ischialgie, Stand April 2002
  • www.orthopaede.com : Wirbelsäule
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