So wird die Diagnose Bandscheibenvorfall gestellt

Wenn Sie mit Rückenschmerzen zu Ihrem Arzt gehen, wird er Sie über Ihre Beschwerden befragen und gründlich untersuchen. Um zu einer Diagnose zu gelangen, wird er die Haltung des Rückens, der Schultern und der Hüfte betrachten, die Form der Wirbelsäule begutachten und die Beweglichkeit testen.

Außerdem spielen frühere Beschwerden und bestehende Erkrankungen beziehungsweise Rückenerkrankungen in der Familie für die Diagnose eine Rolle. Ausfallerscheinungen aufgrund eines Bandscheibenvorfalls kann der Arzt bei der neurologischen Untersuchung feststellen. Falls notwendig, folgen weitere Untersuchungsmethoden.

Besteht der Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps), sollte die Diagnose möglichst rasch gesichert werden. Mit dem Röntgenbild lässt sich erkennen, ob Fehlstellungen oder Strukturveränderungen der Knochen vorhanden sind. Weichteile, Bandscheiben, einzelne Nerven und die Muskulatur sind auf einem Röntgenbild jedoch nicht zu sehen. Eine Computertomografie oder eine Kernspintomografie dagegen können Veränderungen einer Bandscheibe sowie das Ausmaß und die Höhe der Bandscheibenschädigung zeigen.

Um die Diagnose Bandscheibenvorfall zu stellen, werden die Myelografie und die Diskografie inzwischen selten eingesetzt. Bei beiden Verfahren wird ein Kontrastmittel gespritzt und die Bandscheibe mittels Röntgen sichtbar gemacht. Dies ist jedoch belastend für den Patienten und wird daher nur zur Abklärung spezieller Fragestellungen genutzt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.01.2015
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: www.leitlinien.net : Bandscheibenbedingte Ischialgie, Stand April 2002
  • www.orthopaede.com : Wirbelsäule
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