Ursachen des Asthma bronchiale: Allergie, Medikamente oder Belastung

Wer unter Asthma leidet, hat häufig die Veranlagung zu einem überempfindlichen Bronchialsystem. Oft wird Asthma bronchiale dann durch bestimmte Risikofaktoren ausgelöst. Das sind die wichtigsten. 

Häufig findet sich bei Patienten mit Asthma bronchiale eine Veranlagung zu einem überempfindlichen (hyperreagiblen) Bronchialsystem. Diese Veranlagung ist zum Teil genetisch bedingt und wird auf die Kinder vererbt. Sind beide Eltern Asthmatiker, entwickelt das Kind mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent ebenfalls Asthma.

Allergisches Asthma: meist durch Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare ausgelöst

Eine Reihe von Ursachen wird für die Überempfindlichkeit der Atemwege verantwortlich gemacht. Der Mechanismus ist jedoch noch nicht vollständig geklärt. Das exogene oder allergische Asthma wird häufig durch Substanzen wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare ausgelöst.

In diesen Fällen liegt eine Allergie gegen bestimmte Substanzen vor, die zu einer spezifischen Immunreaktion führt. Auch im beruflichen Umfeld können Allergie auslösende Stoffe (Allergene) von Bedeutung sein. Besonderes Augenmerk gilt Berufen wie Bäcker, Maler und Lackierer, Schreiner oder Friseur. Diese Personengruppen werden täglich mit Substanzen konfrontiert, die teilweise hochgradig Allergie auslösend sind wieHolzstaub, Mehl, Farben und ähnliches.

Medikamente, virale Infekte oder körperliche Belastung können Asthma auslösen

Beim endogenen beziehungsweise intrinsischen Asthma sind die Ursachen nicht genau bekannt. Es tritt gehäuft auf bei Einnahme bestimmter Medikamente (zum Beispiel Acetylsalicylsäure oder Betablocker), beim Einatmen bestimmter Substanzen (Tabakrauch, Schmutzpartikel in der Luft, Arbeitsstoffe), bei viralen Infektionen und bei körperlicher Belastung – vor allem in Kombination mit feuchter, kalter Luft (Belastungsasthma). Hinzu kommen psychische Faktoren.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.05.2019
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: A. Bopp, V. Herbst: Handbuch Medikamente, Stiftung Warentest
  • Deutscher Allergie- und Asthmabund
  • Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. und der Deutschen Atemwegsliga e.V.: S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit Asthma vom September 2018.
  • Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma: Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin. URL: www.leitlinien.de/nvl/html/asthma
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