Immuntherapie: allergischem Asthma vorbeugen

Personen, die unter einer Allergie leiden, können von einer Immuntherapie profitieren. Denn sie kann der Entwicklung von allergischem Asthma vorbeugen.

Bei Patienten mit einer Allergie kann eine spezifische Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt, helfen. Bei der Immuntherapie werden die allergieauslösenden Stoffe, zum Beispiel Baumpollen, Hausstaubmilben oder Bienengift in starker Verdünnung mit einer dünnen Nadel unter die Haut gespritzt.

Das Immunsystem soll sich so an die Allergieauslöser gewöhnen. Diese Behandlung wird auch als SCIT (subcutane Immuntherapie) bezeichnet. Allmählich baut der Organismus einen Schutz gegen die Allergene auf. Als Nebenwirkung können allergische Beschwerden auftreten, weshalb die Behandlung nur bei erfahrenen Allergologen durchgeführt werden sollte.

Immuntherapie ist auch mit Tropfen möglich

Bei einer Allergie ist die spezifische Immuntherapie die einzige kausale Therapie und wird vor allem eingesetzt, um einen Etagenwechsel, das heißt die Entwicklung eines allergischen Asthmas zu verhindern. Die Immuntherapie kann auch in Form von Tropfen erfolgen, die unter die Zunge gegeben werden (SLIT = sublinguale Immuntherapie).
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.05.2019
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: A. Bopp, V. Herbst: Handbuch Medikamente, Stiftung Warentest
  • Deutscher Allergie- und Asthmabund
  • Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. und der Deutschen Atemwegsliga e.V.: S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit Asthma vom September 2018.
  • Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma: Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin. URL: www.leitlinien.de/nvl/html/asthma