Diagnostik bei Asthma bronchiale mit dem Peak-Flow-Meter

Ein Peak-Flow-Meter dient der täglichen Funktionsprüfung der Lunge und ein Asthmatiker sollte es unbedingt zu Hause haben. Der Peak-Flow (Atemspitzenstrom) beschreibt die individuelle, momentane maximale Ausatmung in Liter pro Minute (l/min). Dadurch kann man vergleichen, wie weit oder eng die Bronchien im Verhältnis zu anderen Messwerte sind und bekommt mit der Zeit ein Profil der Leistungsfähigkeit Ihrer Lunge.

Ein Asthmatiker sollte daher jeden Tag morgens und abends eine Peak-Flow-Messung durchführen und die Werte in ein Asthmatagebuch eintragen. Man kann den Peak-Flow natürlich jederzeit messen, wenn man wissen möchte, wie die Bronchien gerade reagieren, zum Beispiel auf neue Arzneimittel. Das Gerät für die Messung ist einfach, leicht zu handhaben und sollte immer zur Hand sein.

Die Messung mit dem Peak-Flow-Meter

Um korrekte und vergleichbare Werte zu erhalten, sind folgende Punkte zu beachten:
  • Möglichst immer in der gleichen Körperhaltung messen
  • Anzeigemarke der Messskala auf den Nullwert zurückschieben
  • Mundstück aufstecken
  • Messgerät waagerecht vor den Mund halten
  • So tief wie möglich einatmen und die Luft kurz anhalten
  • Mund öffnen und das Mundstück mit den Lippen fest umschließen
  • Kurz und mit aller Kraft ausatmen
  • Zahl, an der der Zeiger steht (l/min), notieren
  • Zeiger wieder bis zum Anschlag zurückschieben
  • Beschriebenen Vorgang noch zweimal wiederholen
Der Atemstoß verschiebt die Anzeigemarke der Messskala. Der angezeigte Messwert entspricht der maximalen Atemstromstärke (Peak-Flow-Wert). Die Messung mit dem Peak-Flow-Meter sollte normalerweise dreimal hintereinander ausgeführt werden. Der höchste dieser drei Werte wird dann in das Asthmatagebuch eingetragen.

Reinigung des Peak-Flow-Meters

Das Gerät und das Mundstück werden mit warmem Wasser und mit einem milden Spülmittel gereinigt und danach sorgfältig mit klarem Wasser abgespült. Das Mundstück kann zusätzlich mit einer Bürste gereinigt werden. Im Allgemeinen reicht es aus, das Gerät halbjährlich zu reinigen, das Mundstück dagegen wöchentlich. Nach dem Spülen sollte man die Bestandteile einzeln an der Luft trocknen lassen.

Die Asthma-Ampel

Mit dem Peak-Flow-Meter kann man seine persönliche Asthma-Ampel zusammenstellen. Ausgangspunkt ist der persönliche Bestwert. Die Ampelphasen kombiniert man dann mit den Arzneimitteln für die verschiedenen Situationen. Für Kinder hat sich die farbliche Kennzeichnung der unterschiedlichen Medikamente nach diesem System bewährt:

Grün: Freie Fahrt
Peak-Flow-Wert beträgt 80 bis 100 Prozent: alles in Ordnung, Einnahme der Basistherapeutika so weiterführen.

Gelb: Vorsicht geboten

Peak-Flow-Wert beträgt 50 bis 80 Prozent: Maßnahmen werden erforderlich, die Asthmasymptome nehmen zu. Im Allgemeinen muss jetzt ein Beta-2-Sympathomimetikum inhaliert werden. Je nach Therapieplan sind noch zusätzliche Arzneimittel wie Kortisonsprays notwendig. Wer dennoch nicht aus der „Gelbphase“ heraus kommt, muss seine Basistherapie ärztlich kontrollieren lassen. Bis dahin Einnahme der Basistherapeutika weiterführen.

Rot: Stopp, so geht es nicht weiter

Peak-Flow-Wert unter 50 Prozent: jetzt muss schnell und vehement eingegriffen werden. Meist besteht jetzt bereits in Ruhe Atemnot oder bricht bei der leichtesten körperlichen Bewegung aus. Erster Schritt ist die Inhalation mit Beta-2-Sympathomimetika und Kortisoneinnahme. Der Besuch beim Arzt muss schnell erfolgen, wenn der Peak-Flow-Wert nicht deutlich steigt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 03.02.2014
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: A. Bopp, V. Herbst: Handbuch Medikamente, Stiftung Warentest 2002
  • Deutscher Allergie- und Asthmabund
  • Patientenleitlinien zum Thema Asthma
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