Asthma bronchiale

Bei Asthmatikern reagieren die Atemwege auf bestimmte Reize wie Allergene oder Anstrengung überempfindlich – die Bronchien verkrampfen sich, Atemnot bis hin zu Erstickungsgefühlen sind die Folgen. Auch jedes zehnte Kind ist betroffen.

asthma bronchiale © Thinkstock/vitapublic
Neben kurzfristigen Erkrankungen wie Husten und Schnupfen, ist das Asthma (medizinisch: Asthma bronchiale) eine der häufigsten Erkrankungen des menschlichen Atemsystems.

Der Begriff Asthma kommt aus dem Griechischen und bedeutet „keuchen“. Bei Asthmatikern reagieren die Luftwege (Bronchien) im Gegensatz zu gesunden Personen auf bestimmte Reize (zum Beispiel Kälte, Anstrengung oder Allergene) überempfindlich. Dies wird als hyperreagibles Bronchialsystem bezeichnet. Die Bronchien verkrampfen und verengen sich, der Betroffene kann die eingeatmete Luft nicht mehr richtig ausatmen und leidet unter Atemnot.

Bei einem Asthmaanfall hört sich die Atmung des Betroffenen sehr typisch an: Der Arzt spricht hierbei von einer giemenden und pfeifenden Atmung. In Deutschland sind schätzungsweise vier bis fünf Prozent der Erwachsenen betroffen, bei Kindern geht man inzwischen sogar von zehn Prozent aus. Die Zahl der Betroffenen ist dabei ansteigend.

Aufbau und Funktion der Lunge

Asthma Grafik: Aufbau der Lunge © vitapublic GmbHAufbau der Lunge
Die Lunge besteht aus zwei Lungenflügeln, die gut geschützt im knöchernen Brustkorb liegen, der von den Rippen, dem Brustbein und der Wirbelsäule gebildet wird. Gegen die Bauchhöhle wird er durch das Zwerchfell, den wichtigsten Atemmuskel abgeschlossen. Die Lungenflügel sind in zwei Lungenlappen (Lobus) auf der linken Seite und drei Lungenlappen auf der rechten Seite mit weiteren Untersegmenten unterteilt.

Die Innenfläche des Brustkorbs ist vom Rippenfell (Pleura) ausgekleidet. Zwischen der Lungenoberfläche, die ebenfalls von Pleura überzogen ist, und dem Rippenfell befindet sich ein dünner Spalt (Pleuraspalt), der mit wenig Flüssigkeit gefüllt ist. Wegen dieses Flüssigkeitsfilms kann die Lunge nicht von der Brustwand abheben, sondern sie gleitet nur an ihr entlang. Vergrößert sich der Brustraum, so folgen die Lungen der Ausweitung des Raums – es kommt zur Einatmung.

In der Lunge findet der Gasaustausch statt, also die Aufnahme von Sauerstoff und die Abgabe von Kohlendioxid. Der eingeatmete Luftsauerstoff wird von roten Blutkörperchen aufgenommen, zu den Körperzellen transportiert, wo er für die energieliefernden Prozesse, die in jeder Körperzelle ablaufen, benötigt wird. Bei diesen Prozessen werden als Endprodukte Kohlendioxid und Wasser gebildet, die durch Ausatmung wiederum über die Lunge abgegeben werden.

Der Weg der Luft

Asthma Grafik: Lungenbläschen © vitapublic GmbHFunktion der Lungenbläschen (Alveolen)
Die eingeatmete Luft gelangt zunächst in die Luftröhre (Trachea), die etwa zwölf Zentimeter lang vom Kehlkopf hinunter in den Brustkorb zieht. In dem Mediastinum genannten Raum, der zwischen den beiden Lungenflügeln liegt, teilt sich die Luftröhre in die beiden Hauptbronchien. An der Lungenwurzel treten sie jeweils in einen der beiden Lungenflügel und teilen sich weiter in immer kleinere Bronchialäste, die Bronchiolen.

Am Ende dieser Äste schließlich sitzen die Lungenbläschen, die Alveolen, durch deren Wände Sauerstoff ins Blut aufgenommen und Kohlendioxid umgekehrt abgegeben wird. Für beide Lungen zusammen rechnet man zwischen 300 und 750 Millionen Lungenbläschen, die eine Fläche von zirka 200 Quadratmeter für den Gasaustausch darstellen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 03.02.2014
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: A. Bopp, V. Herbst: Handbuch Medikamente, Stiftung Warentest 2002
  • Deutscher Allergie- und Asthmabund
  • Patientenleitlinien zum Thema Asthma
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung
  • afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2015/11: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über vitapublic GmbH und sein/ihr Internet-Angebot: www.vitanet.de
  • Logo der Health On the Net Stiftung. das Gesundheitsportal vitanet.de ist von der Health On the Net Stiftung (HON) akkrediert. Zur Prüfung klicken Sie hier.
  • Logo der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW)
  • Logo der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.v. (AGOF)