Pflege bei Arthrose

Besonders ältere Menschen sind bei Arthrose durch die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen auf Hilfe angewiesen. Was bei der Pflege von Betroffenen wichtig ist.

Haende an Knie © Thinkstock

Mit Wärme und Bewegung gegen den Schmerz

Der Pflegende kann dem Arthrosepatienten mit Wärmeanwendungen gegen seine Schmerzen helfen. Das entspannt die Muskulatur, steigert die Durchblutung, erwärmt das Gewebe und lindert so die Beschwerden. Zur Anwendung kommen können etwa Wärmekissen, Kirschkernkissen oder Wärmflaschen – allerdings nicht zu heiß. Der Pflegende sollte sich immer erst beim Betroffenen erkundigen, ob die Temperatur angenehm für ihn ist. Allerdings: Besteht eine akute Entzündung im Gelenk – beispielsweise mit Schwellung, Überwärmung und Rötungen – ist es besser, die betroffene Stelle zu kühlen.

Auch feucht-heiße Wickel können Schmerzlinderung bringen: Hierfür wird ein Geschirrtuch oder eine Mullbinde mit heißem Wasser getränkt, um das Gelenk gewickelt und anschließend noch mit einem Handtuch umschlossen. Der Pflegende sollte immer beim Pflegebedürftigen nachfragen und an der eigenen Haut testen, ob das getränkte Tuch zu heiß ist. Der Wickel kann so lange angelegt bleiben, wie es für den Pflegebedürftigen angenehm ist.

Übungen erhalten die Beweglichkeit

Bewegungsübungen sind wichtig, um die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten. Sie lassen sich auch gut in den Alltag einbauen: So kann der Pflegende den Arthrosepatienten zum Beispiel beim Gang zur Toilette unterstützen, anstatt ihn mit dem Rollstuhl dorthin zu bringen. Auch Bewegungen in warmem Wasser – etwa in der Badewanne – tun den Gelenken gut.

Hilfsmittel wie Gehstöcke oder Rollatoren erleichtern dem Arthrosepatienten den Alltag und können die Mobilität erhalten. Jedoch gilt hier: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Es sollte regelmäßig kontrolliert werden, ob der Betroffene das Hilfsmittel noch benötigt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.07.2014
  • Autor/in: Nina Prell, Medizinredakteurin, vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet.de;
  • Quellen: Köther, Ilka (2011): THIEMEs Altenpflege; 3. Auflage
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