Die Arthrose ist weit verbreitet

Die Arthrose als Verschleißerkrankung ist eine typische Erkrankung des Alters. Sie ist weltweit eine der häufigsten Gelenkerkrankung des Erwachsenen. Da die durchschnittliche Lebenserwartung im vergangenen Jahrhundert stets gestiegen ist und zunehmend mehr Menschen den Lebensabschnitt mit dem größten Arthroserisiko erreichen, kann man die Arthrose sicherlich als Volkskrankheit bezeichnen.

Frauen über 50 sind besonders von Arthrose betroffen

Mehr als 50 Prozent der chronischen Erkrankungen bei über 60-Jährigen gehen auf das Konto von Arthrosen. Mit steigendem Alter nimmt die Erkrankungswahrscheinlichkeit deutlich zu. Frauen jenseits des 50. bis 60. Lebensjahres sind häufiger und intensiver betroffen als Männer. Dies gilt insbesondere für den Befall von Knie- und Fingergelenken.

Am häufigsten tritt Arthrose im Knie auf

Arthrosen können an allen Gliedmaßengelenken und Wirbelkörpergelenken auftreten. Betrachtet man die Häufigkeit des Auftretens im Hinblick auf einzelne Gelenkregionen (Wirbelsäule ausgenommen), so zeigt sich deutlich: Am häufigsten erkrankt das Knie (Gonarthrose) mit 60 Prozent, gefolgt von Hüfte (Coxarthrose), Schulter (Omarthrose) und Fingern mit je etwa 30 Prozent. Insgesamt selten von einer primären Arthrose betroffen sind: Ellenbogen-, Hand- und oberes Sprunggelenk.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.07.2014
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: M. Hackenbroch: Arthrosen. Basiswissen zu Klinik, Diagnostik und Therapie, Thieme-Verlag Stuttgart 2002
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