Die vielen Formen der Arthrose

Ist nur ein einzelnes Gelenk (zum Beispiel das Knie) betroffen, so nennt man das Monarthrose. Sind hingegen drei oder mehr Gelenkregionen gleichzeitig betroffen, spricht man von Polyarthrose.

Die Arthrose lässt sich nach dem betroffenen Gelenk einteilen. So gibt es zum Beispiel die Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose) , Kniegelenksarthrose (Gonarthrose) oder Schultergelenksarthrose (Omarthrose). Von Arthrose können aber genauso die Finger und das Handgelenk, der Ellenbogen, das Sprunggelenk oder die Zehen betroffen sein.

Von der American Rheumatism Association (ARA) wurde eine Einteilung entwickelt, die zwischen Arthrosen mit nicht bekannter Ursache (= primäre oder idiopathische Arthrosen) und denen mit bekannter Ursache (= sekundäre Arthrosen) unterscheidet (nach Altmann et al, 1986):

Primäre Arthrosen

  • lokalisiert: Hände, Füße, Knie, Hüfte, Wirbelsäule
  • generalisiert (mehr als 3 Gelenkregionen): Wirbelsäule und weitere Gelenke

Sekundäre Arthrosen

  • nach Unfall (Trauma)
  • nach Gelenkerkrankungen (angeboren oder erworben):

Sekundäre Arthrosen können Folgen von Fehlstellungen des Skeletts sein (beispielsweise X- oder O-Beine). Auch Wachstumsstörungen, die zu Fehlentwicklungen an den Gelenkenden führen, können eine Arthrose hervorrufen. Nicht zuletzt kann Arthrose auch eine Folge von Stoffwechselerkrankungen sein (zum Beispiel Gicht, Diabetes mellitus oder Osteoporose)
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.07.2014
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: M. Hackenbroch: Arthrosen. Basiswissen zu Klinik, Diagnostik und Therapie, Thieme-Verlag Stuttgart 2002