Arthrose: Untersuchung von Körper und Gelenken

Eine ausführliche körperliche Untersuchung ist bei Verdacht auf Arthrose in der Regel der erste Schritt bei der Diagnostik. Diese Angaben sind dann von Bedeutung.  

Beim ersten Arztbesuch sollte der Arthrosepatient gründlich untersucht werden. Denn zusammen mit der Krankengeschichte (Anamnese) und dem Röntgenbild lässt sich dadurch in den meisten Fällen die Diagnose Arthrose stellen. Bei der Untersuchung sind Angaben zu Geschlecht, Alter und Körperbautyp sowie Größe, Gewicht und der Body-Mass-Index (BMI) und Informationen zur körperlichen Fitness wichtig.

Bei der Untersuchung wird in der Regel der ganze Körper inspiziert. Das kann Hinweise auf andere Erkrankungen sowie das Stadium und Ausmaß der Arthrose liefern. Muskelschwund, Entzündungszeichen, Achsenabweichungen, Deformitäten oder Narben können dabei erfasst werden. Auch die Messung der Beinlängen gehört dazu.

Palpation der Gelenke und Untersuchung der Beweglichkeit

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Untersuchung bei Arthrose ist die eingehende Palpation (Tastuntersuchung) des Gelenks und der Umgebung. Muskelverhärtungen, Ergüsse oder zum Beispiel Temperaturunterschiede sind wichtige Befunde. Auch die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke wird untersucht. Sie ist zentraler Teil der körperlichen Untersuchung. Der Bewegungsumfang in allen Richtungen wird erhoben und anschließend interpretiert. Die Wirbelsäule wird in der Regel auch mit untersucht.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.09.2019
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: M. Hackenbroch: Arthrosen. Basiswissen zu Klinik, Diagnostik und Therapie, Thieme-Verlag Stuttgart
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