Arthrose: Der Verschleiß der Gelenke

Arthrose nennt man die Abnutzung und den Verschleiß von Gelenken und gelenknahen Strukturen. Mit zunehmender Lebenserwartung ist die Arthrose mittlerweile fast schon zu einer Volkskrankheit geworden und somit die häufigste Gelenkerkrankung bei Erwachsenen.

alte Hände © Thinkstock
Man kann unterscheiden zwischen der primären Arthrose, bei der die Ursache nicht bekannt ist, und der sekundären Arthrose, die Folge einer Verletzung oder anderer Erkrankungen der Gelenke ist.

Was ist Arthrose?

Es handelt sich bei der Arthrose um ein multifaktorielles Geschehen, bei dem Risikofaktoren wie Alter, genetische Veranlagung, Geschlecht, Gelenkvorschädigung, Stoffwechsel, Übergewicht, Gelenkfehlstellungen und andere Umweltfaktoren wichtige Rollen spielen. Nicht nur der Gelenkknorpel, der die Gelenkoberfläche zum Schutz überzieht, ist dabei krankhaft verändert. Auch der darunter liegende Knochen, die Bänder, die Gelenkkapsel und sogar die in der Umgebung befindliche Muskulatur können geschädigt sein.

Die Arthrose ist keine klassische entzündliche Erkrankung – auch wenn als Folge der Schädigung oft unterschwellige Entzündungszeichen wie Schwellung und Schmerz auftreten. Durch Aktivierung von Entzündungsreaktionen kommt es zu einer Fehlregulation der Knorpelzellfunktion. Das stört den Stoffwechsel im Gelenkknorpel und führt zu einem Ungleichgewicht zwischen Knorpelaufbau und Knorpelabbau.

Erste degenerative Erscheinungen im Bereich der Gelenke lassen sich bereits mit Beginn des dritten Lebensjahrzehntes nachweisen. Schon mit 40 Jahren zeigen ungefähr 90 Prozent der untersuchten Patienten Zeichen von Gelenkdegeneration der Gewicht tragenden Gelenke (Hüfte, Knie). Mit steigendem Alter nehmen die im Röntgenbild sichtbaren Veränderungen zu. Bei etwa jedem vierten Betroffenen äußern sie sich mit Beschwerden, häufig Schmerzen.

Die Symptome der Arthrose: Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit

Die wichtigsten Symptome der Arthrose sind Schmerzen. Im Anfangsstadium der Erkrankung sind die Patienten meist noch schmerzfrei, dann treten Schmerzen bei Belastung und im fortgeschrittenen Stadium auch in Ruhe auf. Außerdem ist das Gelenk durch die Arthrose meist in seiner Funktion gestört, was die Patienten stark im täglichen Leben beeinträchtigen kann. Dies ist besonders häufig bei der Arthrose der Hüfte (Coxarthrose) oder des Knies (Gonarthrose) der Fall, aber auch bei der Fingerarthrose.

Behandlung der Arthrose mit Medikamenten und Gymnastik

Das Ziel der Therapie bei Arthrose besteht darin, das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern und den Patienten möglichst ein beschwerdefreies Leben zu ermöglichen. Erreicht wird dies durch Medikamente, Krankengymnastik und regelmäßige körperliche Bewegung.

Bewegung und gesunde Ernährung tragen zur Vorbeugung bei

Bewegung trägt zusammen mit einer gesunden Ernährung auch zur Vorbeugung der Arthrose bei. Ist die Arthrose weit fortgeschritten oder sind die Patienten durch die Symptome stark eingeschränkt, kann eine Operation helfen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.12.2014
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: M. Hackenbroch: Arthrosen. Basiswissen zu Klinik, Diagnostik und Therapie, Thieme-Verlag Stuttgart 2002
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