Rauchstopp senkt das Arteriosklerose-Risiko erheblich

Es gibt verschiedene Risikofaktoren für Arteriosklerose. Die meisten dieser Risikofaktoren liegen in unserem Lebensstil begründet. Eine zentrale Rolle spielt das Rauchen, das in den meisten Fällen zur Arteriosklerose führt. Das Ausmaß der Gefäßveränderungen ist von der Menge der gerauchten Zigaretten und zusätzlichen Risikofaktoren wie Bewegungsmangel oder einer fettreichen Ernährung abhängig.

Der Blutdruck steigt

Rauchen schädigt die Gefäße auf vielfache Weise. Zunächst fördert Nikotin die Freisetzung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin und führt dadurch zu einer Verengung der Blutgefäße. Die Folge: Der Blutdruck steigt. Die Verengung der Blutgefäße schränkt die Versorgung des Gehirns mit lebenswichtigen Stoffen ein, da in den verengten Arterien beispielsweise nicht mehr ausreichend rote Blutkörperchen fließen können. Außerdem wird der Sauerstofftransport, der durch die roten Blutkörperchen geleistet wird, behindert.

Das Blut wird dickflüssiger

Auf den Sauerstoffmangel im Körper reagiert das Knochenmark mit einer vermehrten Produktion von roten Blutkörperchen. Mehr rote Blutkörperchen machen aber das Blut dickflüssiger, sodass es schlechter durch die Gefäße fließt. Besonders schlecht strömt es durch bereits verengte Arterien.

Eine verstärkte Klebrigkeit der Blutplättchen (Thrombozyten) und die damit verbundene Tendenz, leichter Blutgerinnsel zu bilden, ist eine weitere Wirkung des Rauchens.

Tabakrauch lässt freie Radikale entstehen

Schließlich fördert Rauchen Fettstoffwechselstörungen. Durch einige Stoffe, die im Zigarettenrauch enthalten sind, entstehen zellschädigende freie Radikale, die zusammen mit anderen Proteinen Schäden an der Gefäßinnenwand verursachen können. Es lohnt sich, mit dem Rauchen aufzuhören: Schon fünf Jahre nach dem Rauchstopp ist das Risiko für einen Schlaganfall nur noch so hoch wie das eines Nichtrauchers. Bereits nach einem nikotinfreien Jahr hat sich das Risiko für einen Herzinfarkt halbiert.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.07.2014
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Dr. med. Maria B. Effertz, Ärztin für Allgemeinmedizin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: M. Dietel, N. Suttorp, M. Zeitz (Hrg.): Harrisons Innere Medizin, ABW Verlag, Berlin, 2006 (16. Auflage)
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