Zu viel LDL im Blut steigert Arterioskleroserisiko

Eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Arteriosklerose spielt ein zu hoher Spiegel des sogenannten LDLs (Low Density Lipoprotein). Diese Fett-Eiweiß-Verbindung transportiert Cholesterin, das vom Körper selbst gebildet wird, von der Leber in verschiedene Gewebe. Wenn sich zu viel LDL im Blut befindet, können Ablagerungen in den Gefäßwänden die Folge sein – es entsteht Arteriosklerose.

So kommt es zu den Ablagerungen

Das Endothel – eine dünne Zellschicht, die das Innere unserer Blutgefäße auskleidet – bildet normalerweise Substanzen, die Ablagerungen verhindern – etwa Stickstoffmonoxid. Durch bestimmte Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Rauchen wird die Funktion des Endothels jedoch gestört. Diese Störung führt zu einer Gefäßverengung und „aktiviert“ die Endothelzellen – sie schütten nun bestimmte Stoffe aus, die Entzündungszellen anlocken. Diese lagern sich wiederum in die Gefäßwand ein, wandeln sich zu sogenannten Schaumzellen um und führen zu einer Entzündung der Gefäßwand. Es bilden sich sogenannte arteriosklerotische Plaques, die die Gefäße verengen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.07.2014
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter
  • Quellen: Deutsche Gesellschaft für Arterioskleroseforschung: Was ist Atherosklerose überhaupt? (http://www.dgaf.de/fuer-patienten/)
  • Siegenthaler, Walter (2013): Klinische Pathophysiologie
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