Genetische Veranlagung erhöht Arterioskleroserisiko

Es gibt Menschen, die genetisch bedingt ein erhöhtes Arterioskleroserisiko haben. Sie leiden an einem Gendefekt, der bewirkt, dass bestimmte Zellen in den Blutgefäßen – sogenannte Endothelzellen – weniger des gefäßwandschützenden Botenstoffs Stickstoffmonoxid produzieren.

Dieser Risikofaktor der genetischen Veranlagung besteht unabhängig von den „klassischen“ Risikofaktoren wie Bluthochdruck, erhöhten Cholesterinwerten, Diabetes mellitus und Rauchen.

Genetische Veranlagung: Westeuropäer und Nordamerikaner am häufigsten betroffen

Besonders häufig sind Westeuropäer und Nordamerikaner von diesem Gendefekt betroffen, nur sehr selten dagegen Ostasiaten. Das könnte auch ein Grund dafür sein, warum die ostasiatische Bevölkerung deutlich weniger unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet als Europäer oder Nordamerikaner nichtasiatischer Herkunft.

Dass es diese genetische Veranlagung gibt und welche Folgen sie hat, konnte in wissenschaftlichen Studien herausgefunden werden. Zudem zeigte sich, dass auch andere schwerwiegende Erkrankungen wie zum Beispiel rheumatoide Arthritis damit in Zusammenhang stehen. Durch diese Forschungsergebnisse könnte es in Zukunft möglich sein, ein Medikament zu entwickeln, mit dem sich genetisch bedingte Arteriosklerose und rheumatoide Arthritis behandeln lassen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.07.2014
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Universität Heidelberg: Arterienverkalkung & Co. (http://www.uni-heidelberg.de/presse/ruca/ruca06-1/arter.html)
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