Arteriosklerose: Vorsicht vor Bluthochdruck-Spitzen

Zu hoher Druck in den Arterien, sprich Bluthochdruck, führt auf Dauer zu einer Veränderung der zarten Blutgefäßinnenwand, der Intima.

Die elastischen Wände werden mit der Zeit spröde und hart. Die Funktion der Intima wird gestört und es werden Stoffe freigesetzt, die eine Entzündungsreaktion in Gang setzen, in deren Verlauf sich Kalzium, Fettsäuren und Cholesterin ablagern. Allmählich verengen die Arterien – besonders an Abzweigungen und Stellen mit bereits vorhandenen Plaques.

24-Stunden-Messung ratsam

Der Blutdruck in Ruhe sollte in jedem Fall unter 139/89 mmHg liegen. Für Diabetespatienten, die durch ihre Erkrankung schon ein stark erhöhtes Risiko für Arteriosklerose haben, ist ein Ruheblutdruck von 120/80 mmHg erstrebenswert. Schädlich sind besonders hohe Blutdruck-Spitzen. Eine Reihe von Patienten messen tagsüber normale Blutdruckwerte, haben aber nachts unbemerkt hohe Blutdruck-Spitzen. Wenn bei Ihnen der Verdacht auf Bluthochdruck besteht, ist deshalb eine Messung über 24 Stunden empfehlenswert (Langzeit-Blutdruckmessung).

Bluthochdruck unbedingt ernst nehmen

Wird Bluthochdruck nicht diagnostiziert und angemessen therapiert, sind die Gefäßschäden nach einigen Jahren oft irreversibel: Nicht selten kommt es – scheinbar aus heiterem Himmel – zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Da Bluthochdruck meistens keine Beschwerden verursacht, nehmen viele Patienten – und sogar manche Ärzte – ihn leider nicht immer ernst.

Gesunder Lebensstil senkt den Blutdruck

Schon eine Gewichtsabnahme und leichtes Kreislauftraining helfen oft, einen erhöhten Blutdruck zu normalisieren. Auch Entspannungstraining ist einen Versuch wert. Denn Stress – genauer: Ärger und negative Gefühle – kann zu Bluthochdruck führen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.07.2014
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Dr. med. Maria B. Effertz, Ärztin für Allgemeinmedizin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: M. Dietel, N. Suttorp, M. Zeitz (Hrg.): Harrisons Innere Medizin, ABW Verlag, Berlin, 2006 (16. Auflage)
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