Helfen pflanzliche Mittel bei Arteriosklerose?

Bis zu einem gewissen Grad können bestimmte pflanzliche Mittel der Arteriosklerose vorbeugen. Andere Präparate können dabei helfen, Folgeerkrankungen wie Durchblutungsstörungen in den Beinen zu lindern.

Dem Knoblauch (Allium sativum) wird als Heilpflanze eine Vielzahl verschiedener Wirkungen zugeschrieben. Er kann bei Magen-Darm-Beschwerden helfen, weil er die Produktion von Verdauungssäften anregt. Außerdem wirkt Knoblauch antibakteriell. Nicht zuletzt wird die Pflanze jedoch geschätzt, weil ihr gefäßschützende Eigenschaften nachgesagt werden. In hohen Dosen können die Inhaltsstoffe des frischen Knoblauchs die Blutfettwerte senken. Verschiedene Untersuchungen haben diese Effekte bestätigt. Der Wirkstoff Allicin ist ein sehr instabiler, flüchtiger Stoff, der hauptsächlich in frischem Knoblauch vorkommt. Bei der Einnahme von Knoblauchkapseln konnte bisher noch nicht bewiesen werden, dass sie genauso wirksam sind wie frischer Knoblauch.

Knoblauch ist nicht für alle geeignet

Außerdem sollten bestimmte Personengruppen keine Knoblauchpräparate einnehmen. Dazu gehören Menschen mit Blutgerinnungsstörungen oder mit einer erhöhten Blutungsneigung. Auch Kinder unter zwölf Jahren sollten keine Knoblauchpräparate erhalten. Schwangere und stillende Mütter sollten auf entsprechende Mittel nur nach ausdrücklicher Empfehlung eines Arztes zurückgreifen.

Ginkgo biloba

Eine durchblutungsfördernde Wirkung wird auch Zubereitungen aus Ginkgo biloba (Lebensbaum) nachgesagt. Eine Untersuchung vermutet, dass entsprechende Präparate die Plaquebildung verringern. Zu den Anwendungsgebieten zählen aber auch Folgeerkrankungen der Arteriosklerose wie eine eingeschränkte Hirnleistung oder die Schaufensterkrankheit (= periphere arterielle Verschlusskrankheit, kurz pAVK).

Arteriosklerose ist eine ernsthafte Erkrankung, die oft schwerwiegende Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall nach sich ziehen kann. Eine Therapie sollte deswegen nie auf eigene Faust durchgeführt werden, sondern immer in Absprache mit einem Arzt erfolgen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.07.2014
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
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