Arteriosklerose: Ein gesunder Lebensstil verbessert die Prognose

Die Prognose einer Arteriosklerose hängt davon ab
  • wo genau die kritischen Plaques und Gefäßverengungen sitzen
  • wie lang die Gefäßverengungen (Stenosen) sind und welches Ausmaß sie einnehmen
  • inwiefern bereits Organe geschädigt sind, ob der Patient zum Beispiel schon einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten oder eine Niereninsuffizienz entwickelt hat
  • wie gut die Risikofaktoren abgestellt sind
In jedem Fall gilt: Je früher Sie sich für eine Umstellung Ihres Lebensstils entscheiden, desto besser sind Ihre Aussichten. Sorgen Sie dafür, dass die Arteriosklerose bei Ihnen nicht oder nur sehr langsam fortschreitet. So verhindern Sie schwere Folgekrankheiten – etwa eine koronare Herzkrankheit, die trotz moderner Medizin noch immer gefürchtet ist. Immerhin stirbt ein Drittel der Patienten einen plötzlichen Herztod, ein weiteres Drittel erleidet einen Herzinfarkt. Bei einer Arteriosklerose größerer Gehirnarterien, der Zerebralarterien, beträgt das Sterberisiko nach einem Schlaganfall 20 Prozent.

Raucher leben gefährlich

Das Risiko, künftig einen Herzinfarkt zu erleiden, lässt sich durch Risikotabellen kalkulieren. So ist das individuelle Risiko für einen Herzinfarkt bei einem 40-jährigen Raucher mit Bluthochdruck und Hypercholesterinämie gegenüber einem gesunden, gleichaltrigen Nichtraucher um das 15-fache erhöht. Dies zeigt abermals, wie sehr es sich lohnt, etwa auf das Rauchen und auf fettreiche Ernährung zu verzichten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.07.2014
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Dr. med. Maria B. Effertz, Ärztin für Allgemeinmedizin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: M. Dietel, N. Suttorp, M. Zeitz (Hrg.): Harrisons Innere Medizin, ABW Verlag, Berlin, 2006 (16. Auflage)
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