So wird die Diagnose Arteriosklerose gestellt

Wenn bei Ihnen Risikofaktoren für eine Arteriosklerose vorliegen – zum Beispiel Herz-Kreislauf-Krankheiten in der Familie, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen oder Bluthochdruck – sollten Sie frühzeitig bei Ihrem Arzt eine spezielle Ultraschalluntersuchung, die Duplexsonografie der Halsschlagadern, durchführen lassen.

Das ist die Kombination einer herkömmlichen Ultraschalluntersuchung mit einer Dopplerschalluntersuchung. Mit dieser Untersuchung kann der Arzt Dicke und Form der Gefäßwände und die Blutflussgeschwindigkeit feststellen. Ein verlangsamter Blutfluss sowie Veränderungen an der Gefäßinnenwand sind Hinweise auf eine Gefäßverengung.

Auch die Dopplersonografie der Bein- und Beckenarterien und die Ultraschalluntersuchung der Bauchaorta gehören zur Standard-Diagnostik der Arteriosklerose.

Angiografie ermöglicht präzise Diagnostik

Um das Ausmaß und die Art der Verengung (Stenose) einer Arterie genau beurteilen und dann die richtige Therapie wählen zu können, ist die Angiografie das Mittel der Wahl. An den Herzkranzgefäßen setzen Herzspezialisten zunehmend den intravaskulären Ultraschall (IVUS) ein, um die Form und Länge der arteriosklerotischen Plaques zu untersuchen. Dabei wird während einer Herzkatheteruntersuchung zusätzlich eine Ultraschallsonde benutzt, um die Gefäßwand zu untersuchen. Durch weitere Sonden lassen sich auch die Fließgeschwindigkeit und die Druckverteilung im Blutgefäß beurteilen. Standarduntersuchungen  sind das allerdings noch nicht.

Forschung: Arteriosklerose anhand von Blutwerten erkennen

Laborchemisch werden heute weitere Forschungen unternommen, um zu klären, ob man anhand von Blutwerten die Arteriosklerose früher und sicherer erkennen kann. Möglicherweise werden bald Entzündungsmarker und Akutphaseproteine zur Diagnostik herangezogen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.07.2014
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Dr. med. Maria B. Effertz, Ärztin für Allgemeinmedizin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: M. Dietel, N. Suttorp, M. Zeitz (Hrg.): Harrisons Innere Medizin, ABW Verlag, Berlin, 2006 (16. Auflage)
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