Die Symptome von Angst, Panik und Phobie

Angst, Panik und Phobie können sich auf sehr unterschiedliche Art und Weise äußern. Zusätzlich hängt es davon ab, unter welcher Form der Angststörung der Patient leidet. In den meisten Fällen betreffen die Symptome sowohl das seelische als auch das körperliche Empfinden.

Neben dem Angstgefühl an sich sind körperliche Symptome wie Herzrasen, Druckgefühl in der Brust, Schwindel, Schweißausbruch, Zittern, Beklemmungen oder Atemnot typisch. Magen-Darm-Beschwerden können Angststörungen ebenfalls begleiten. Vielfach kommen chronische Schmerzen und Schlafstörungen hinzu.

Manche Betroffene haben in Situationen mit ausgeprägten Symptomen das Gefühl, die Kontrolle über ihre Gedanken zu verlieren und Angst, verrückt zu werden. Diese Empfindung ist vor allem bei Panikattacken typisch. Eine Panikattacke tritt plötzlich auf und die Symptome können sich innerhalb weniger Minuten ins Unerträgliche steigern. Oft kommt es bei den Betroffenen zu Todesängsten. Panikattacken dauern zwischen zehn und 30 Minuten an.

Im Gegensatz dazu, leiden Personen mit einer generalisierten Angststörung über Monate und Jahre hinweg unter einer andauernden Furcht und Sorge um alltägliche Dinge gemeinsam mit dauernder Anspannung, Unruhe und Erschöpfung.

Typisches Vermeidungsverhalten

Ein Merkmal jeder Phobie, aber auch der meisten anderen Angststörungen ist, dass der Betroffene die Angst auslösende Situation zu vermeiden sucht. Ein Mensch, der unter Flugangst leidet, tritt womöglich keine Flugreise mehr an. Betroffene, die Tunnel und Aufzüge fürchten, neigen unter Umständen dazu, keine Fahrten im öffentlichen Nahverkehr mehr zu unternehmen. Das Vermeidungsverhalten kann Menschen mit Angststörungen stark in Alltag und Berufsleben einschränken.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 23.05.2017
  • Autor/in: Dr. Anne Dietel, Ärztin, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Anja Dolski, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet.de
  • Quellen: S3-Leitlinie zur Behandlung von Angststörungen, Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM), 2014
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