Altersbeschwerden (Alterssyndrome)

Mit zunehmendem Alter laufen bei jedem Menschen Rückbildungsprozesse ab. Ganz verhindern lassen sich diese Veränderungen nicht. Aber übermäßig starke oder vorzeitige Alterserscheinungen können hinausgezögert werden.

Erste Altersbeschwerden sollten nicht als Wehwehchen oder Zipperlein abgetan, sondern ernst genommen werden. Etliche sogenannte Zivilisationskrankheiten tragen zum Bild der „Altersschwäche“ bei. Ältere Menschen leiden auch häufig unter chronischen Schmerzen, die eine starke Verschlechterung der Lebensqualität verursachen.

Viele Organsysteme verändern sich im Laufe des Lebens

Besonders stark verändert sich mit den Jahren das Herz-Kreislauf-System. Beispielsweise verlieren die Blutgefäße an Elastizität und Funktionskraft. Je nach Veranlagung kommt es zu einer mehr oder minder ausgeprägten Arterienverkalkung (Arteriosklerose) – die Gefäße verengen sich oder können sogar verstopfen, Durchblutungsstörungen sind die Folge. Dadurch werden zahlreiche Altersbeschwerden ausgelöst oder verstärkt. Zudem kommt es im Alter häufig zu Hirnleistungsstörungen. Diese wiederum können zu Konzentrationsstörungen, Ohrensausen, Schwindel, Kopfschmerzen oder anderen Symptomen führen.

Durch unsere bewegungsarme und sitzende Lebensweise sind viele Menschen im Alter muskulär schlecht ausgestattet. Dies erhöht zusammen mit anderen Faktoren die Gefahr für Stürze und Hilfsbedürftigkeit. Die weitverbreitete Osteoporose ist ein weiterer Grund für Gesundheitsprobleme im Alter. Knochenschmerzen und Brüche könnten jedoch bei rechtzeitiger Vorbeugung erheblich verringert werden.

Vorsorge und frühzeitige Therapie zahlen sich später aus

Bei der Therapie von Altersbeschwerden ist einiges zu beachten: Wunder können nicht vollbracht werden. Trotzdem sind eine Vielzahl unseriöser Produkte auf dem Markt, die Ihnen eine Problemlösung in wenigen Wochen vorgaukeln. Beugen Sie lieber rechtzeitig vor, um länger fit zu bleiben. Auch bei beginnenden Alterserkrankungen können Sie einiges tun. Mit allgemeinen Anti-Aging-Maßnahmen wie viel Bewegung, Gehirnjogging und einer gesunden Ernährung können Sie Ihre Lebensqualität steigern.

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt die bei Ihnen bestehenden Risiken aufzeigen und arbeiten Sie daran mit, diese konsequent zu verringern. Dazu gehören auch die Wahrnehmung von Vorsorgeuntersuchungen und Check-Ups in der Hausarztpraxis.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.01.2014
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet.de; Susanne Segebrecht, Ärztin und Apothekerin;
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung