Der wichtigste Risikofaktor für die Altersbedingte Makuladegeneration: Das Alter

Das Alter ist der wichtigste Risikofaktor für die altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Auch andere Faktoren erhöhen das Risiko, an der AMD zu erkranken.

In etwa 70 Prozent aller Fälle von Makuladegeneration sind genetische Veränderungen die Ursache für die Erkrankung. Besonders auf dem Chromosom 1q und auf Chromosom 10q26 liegen die verantwortlichen Gene.

Weitere Risikofaktoren für AMD: Rauchen, Bluthochdruck und UV-Strahlung

Sowohl die Gene wie auch das Alter lassen sich nicht beeinflussen. Weitere Risikofaktoren für die AMD wie beispielsweise Rauchen und Bluthochdruck sind jedoch vermeidbar. Eine amerikanische Studie hat gezeigt, dass Bluthochdruck vor allem ein Risikofaktor für die feuchte Form der altersbedingten Makuladegeneration ist. Auch eine hohe UV-Dosis im Laufe des Lebens wird als Risikofaktor angesehen.

Unterschiedliche Entstehungsmechanismen der AMD

Je nachdem, welche Form vorliegt, ist der Entstehungsmechanismus unterschiedlich:

Bei der sogenannten „feuchten“ Form der altersbedingten Makuladegeneration kommt es unter der Netzhaut zu einer Neubildung von Blutgefäßen. Diese neuen Gefäße sind undicht und geben Flüssigkeit ab, die die Netzhaut anhebt und bewirkt, dass das Bild in diesem Bereich verzerrt wahrgenommen wird. Auch Einblutungen unter der Netzhaut können auftreten.

Bei der trockenen Form der altersbedingten Makuladegeneration kommt es durch Ablagerungen von fetthaltigen Stoffwechselprodukten (Drusen genannt) zu einem langsamen Untergang von Pigmentepithel und Photorezeptoren im Auge. Das führt häufig zunächst zu punktuellen Ausfällen im Sehfeld, die später größer werden und ineinander übergehen. Es stellt sich eine langsame, schrittweise Sehverschlechterung, besonders beim Lesen ein. Der Betroffene sieht Teile des Bildes, in diesem Fall Buchstaben oder Silben, nicht mehr.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.01.2014
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Augenklinik des UniversitätsSpital Zürich
  • H. J. Küchle, H. Busse, M. Küchle: Taschenbuch der Augenheilkunde, Verlag Hans Huber 1998
  • Interviews mit Dr. Christine Stamm, Leiterin der Beratungsstelle für Sehbehinderte in Berlin und Dr. Anja Liekfeld, Oberärztin an der Universitäts-Augenklinik der Charité in Berlin
  • http://www.augenheilkunde.insel.ch/makuladegen.html
  • http://retinascience.de/index.php?nav=info&site=erkrankung&ID=4
  • Augenklinik Frankfurt, http://www.eckardt-frankfurt.de/deutsch/seite6-makula.htm
  • http://augenklinik.uk-koeln.de/de/artikel-amd
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