Allergische Bindehautentzündung: gefäßaktive Augentropfen

Gefäßaktive Augentropfen ziehen die erweiterten Blutgefäße bei einer allergischen Bindehautentzündung (allergische Konjunktivitis) zusammen. Dadurch wirken sie unspezifisch gegen Schwellungen und rote Augen. Ihr Einsatz ist nur bei akuten Allergieschüben sinnvoll und prinzipiell als zweite Wahl zu betrachten.

Gefäßaktive Augentropfen können auch bei Kindern eingesetzt werden. Sie eignen sich generell nur zum kurzfristigen Gebrauch. Ein Anwendungszeitraum von fünf Tagen darf nicht überschritten werden.

Für Kontaktlinsenträger: Augentropfen ohne Konservierungsstoffe

Nach Anbruch dürfen die Tropfen nur für einen bestimmten Zeitraum verwendet werden. Beachten Sie die Hinweise im Beipackzettel. Wer nur selten bei akuten Allergieschüben gefäßaktive Augentropfen einsetzt, kann Einzeldosispipetten verwenden, die viele Hersteller anbieten. Auch wer weiche Kontaktlinsen trägt, kann bei einer allergischen Bindehautentzündung auf solche Produkte zurückgreifen. Augentropfen mit Konservierungsmitteln sind bei gleichzeitigem Tragen von weichen Kontaktlinsen ungeeignet – es kann zu Reizungen am Auge kommen.

Allgemein gilt: Beim Eintropfen der gefäßaktiven Augentropfen dürfen keine Kontaktlinsen am Auge sein. Je nach Herstellerempfehlung können harte Kontaktlinsen nach einer gewissen Zeitspanne (zirka 15 Minuten) wieder eingesetzt werden. Weiche Linsen können nur bei Anwendung von konservierungsmittelfreien Produkten wieder eingesetzt werden.

Wirkstoffe

  • Tetryzolin
  • Xylometazolin
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.02.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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