Allergische Bindehautentzündung: antiallergische Augentropfen

Augentropfen zur Behandlung einer allergischen Bindehautentzündung (allergische Konjunktivitis) enthalten häufig Antihistaminika oder Cromoglicinsäure.

Antiallergische Augentropfen mit Cromoglicinsäure

Augentropfen mit Cromoglicinsäure wirken vorbeugend. Der Wirkstoff stabilisiert die sogenannten Mastzellen, sodass die darin enthaltenen Botenstoffe (Histamin) nicht freigesetzt werden. Die allergische Reaktion bleibt dann aus oder findet nur stark reduziert statt. Voraussetzung dafür ist, dass Sie die entsprechenden Medikamente regelmäßig und rechtzeitig einnehmen. Sind die allergischen Symptome bereits vorhanden, kann Cromoglicinsäure frühestens nach zehn bis 14 Tagen eine Wirkung zeigen.

Cromoglicinsäure entfaltet also nur bei rechtzeitiger Anwendung eine schützende Funktion. Dieser Arzneimittelwirkstoff wird in Form von antiallergischen Augentropfen angeboten. Bei einer Pollenallergie können Sie den Einnahmezeitpunkt mit Hilfe eines Pollenflugkalenders ungefähr berechnen. Wenn die allergischen Symptome früher als erwartet auftreten, können Antihistaminika zur Überbrückung angewandt werden. Diese lindern die akuten Beschwerden, bis die Wirkung der Cromoglicinsäure einsetzt. Antiallergische Augentropfen mit Cromoglicinsäure haben sehr wenige Nebenwirkungen.

Antiallergische Augentropfen mit Antihistaminika

Antiallergische Augentropfen mit Antihistaminika helfen schnell und effektiv bei einer allergischen Bindehautentzündung (allergische Konjunktivitis). Sie sind für eine kurzfristige Anwendung gut geeignet. Bei allergischen Reaktionen wie dem Heuschnupfen wird aus den sogenannten Mastzellen Histamin ausgeschüttet, was meist wenige Minuten nach dem Allergenkontakt zu den typischen Beschwerden führt.

Antihistaminika wirken dem entgegen. Sie können als Augentropfen, Tabletten, Kapseln, Saft und Tropfen verabreicht werden. Antiallergische Augentropfen haben den Vorteil, dass sie schnell und direkt am Auge wirken. Sie hemmen die durch die Allergie freigesetzten Botenstoffe (unter anderem Histamin). Bei starken Beschwerden können Antihistaminika zusätzlich in Form von Kapseln oder Tabletten eingenommen werden. Diese gelangen dann über den Blutkreislauf an den Ort des Geschehens.

Antiallergische Augentropfen ohne Konservierungsmittel

Viele Hersteller bieten antiallergische Augentropfen auch in Einzeldosenbehältnissen an. Sie enthalten keine Konservierungsmittel und sind besser verträglich. Wer weiche Kontaktlinsen trägt, kann bei einer allergischen Bindehautentzündung auf solche Produkte zurückgreifen. Antiallergische Augentropfen mit Konservierungsmitteln sind bei gleichzeitigem Tragen von weichen Kontaktlinsen ungeeignet. Es kann zu Reizungen am Auge kommen. Allgemein gilt: Beim Eintropfen der antiallergischen Augentropfen dürfen keine Linsen getragen werden. Je nach Herstellerempfehlung können harte Linsen nach einer gewissen Zeitspanne (zirka 15 Minuten) wieder eingesetzt werden. Weiche Linsen können nur bei Anwendung von konservierungsmittelfreien Produkten wieder eingesetzt werden.

Wer neben den tränenden Augen auch unter allergischem Schnupfen leidet, kann zusätzlich Nasenspray mit dem gleichen Wirkstoff anwenden. Manche Hersteller bieten preisgünstige Kombipackungen an.
Augentropfen im Vergleich
+ Cromoglicinsäure: preiswert, wenig Nebenwirkungen
+ Antihistaminika: schnell wirksam
- Cromoglicinsäure: 14 Tage vorbeugende Anwendung nötig
! Vorsicht bei weichen Kontaktlinsen

Wirkstoffe

  • Azelastin
  • Levocabastin-HCl
  • Natriumcromoglicat
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