Therapie bei Nahrungsmittelallergien: Allergenkarenz

Bei einer Nahrungsmittelallergie ist die Vorbeugung zugleich Therapie: Verzichten Sie auf alle Nahrungsmittel, auf die Sie allergisch sind (Allergenkarenz). Auf welche Lebensmittel Sie reagieren, finden Sie mit einer Ausschlussdiät heraus.

Zu den häufigsten Nahrungsmittelallergenen zählen Milch, Eier, Soja, Haselnüsse, Weizenmehl und Zitrusfrüchte. Wenn Sie einen entsprechenden Verdacht haben, kann der Arzt diesen durch einen Hauttest und Blutuntersuchungen überprüfen. Einen allgemeingültigen Speiseplan für Allergiker gibt es daher nicht. Tatsächlich bergen viele der sehr strengen Ernährungsvorschläge langfristig die Gefahr einer Fehlernährung. Deshalb ist es wichtig, nur die Lebensmittel zu meiden, auf die Sie wirklich mit Beschwerden reagieren.

Achtung, Kreuzallergie!

Wichtig: Nahrungsmittelallergiker haben häufig eine Kreuzallergie. Außer auf Nahrungsmittel reagieren sie auch auf Pollen und umgekehrt, weil die Allergene sich stark ähneln. Die Beschwerden sind aber meist verschieden – je nachdem, ob das Allergen in der Luft oder im Essen steckt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.01.2017
  • Autor/in: Dr. med. Michaela Axt-Gadermann, Hautfachärztin und Medizinjournalistin;Dr. Anne Dietel, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet.de;
  • Quellen: Wolfram Sterry, Ralf Paus: Checkliste Dermatologie, Georg Thieme Verlag Stuttgart 2005
  • Friedrich Carl Sitzmann: Duale Reihe Pädiatrie, Georg Thieme Verlag Stuttgart, 2006
  • Interview mit Dr. Birgit Kessler, Fachärztin für Dermatologie im Allergiezentrum der Klinik für Dermatologie,Allergologie und Venerologie der Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • S. Flade: Allergien natürlich behandeln, Gräfe und Unzer Verlag 2001
  • J. Ring: Angewandte Allergologie, MMV 2000
  • Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst
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