Allergien: Therapie

Bei Allergien besteht die wirksamste Therapie darin, das jeweilige Allergen komplett zu meiden. Dies ist bei manchen Allergieformen, zum Beispiel bei einer Insektengiftallergie, vergleichsweise einfach umzusetzen. Bei Nahrungsmittelallergien ist die sogenannte Allergenkarenz sogar die einzig mögliche Behandlungsform.

Medikamente und spezifische Immuntherapie

Doch in vielen Fällen lässt sich der Kontakt mit dem Allergen nicht ganz vermeiden. Sind beispielsweise Pollen der Auslöser, können zwar verschiedene Maßnahmen wie Pollenschutzgitter oder das Haarewaschen vor dem Schlafengehen die Pollenmenge etwas reduzieren – den Kontakt mit Pollen aber nicht komplett verhindern. Dann helfen Medikamente wie Antihistaminika, Cromoglicinsäure oder Kortison in Nasensprays oder Hautcremes, um die Beschwerden zu lindern. Langfristig wirksam gegen Allergien ist jedoch nur die sogenannte spezifische Immuntherapie (früher auch Hyposensibilisierung oder Desensibilisierung genannt). Sie kann die Beschwerden dauerhaft lindern oder ganz zum Verschwinden bringen: Durch regelmäßiges Spritzen geringer Dosen des Allergens wird das Immunsystem langsam daran gewöhnt und reagiert nach einiger Zeit nicht mehr übermäßig heftig auf das Allergen.

Etagenwechsel vermeiden

Bei Allergien ist eine frühzeitige konsequente Therapie äußerst empfehlenswert, da sie verhindert, dass sich die Allergie verschlimmert und schwerere Erkrankungen zur Folge hat. So kann etwa aus einem unbehandelten Heuschnupfen nach einigen Jahren allergisches Asthma entstehen. Diese Entwicklung wird „Etagenwechsel“ genannt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.02.2017
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet.de;
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