Allergien: Diagnostik

Der wirkungsvollste Schutz vor allergischen Beschwerden ist in jedem Fall, den Auslöser komplett zu meiden. Dazu muss der Betroffene aber wissen, wogegen er allergisch ist. Selbst bei typischen Allergiebeschwerden ist es oft nicht einfach, das auslösende Allergen zu identifizieren. Arzt und Patient arbeiten deshalb bei der Suche nach dem Auslöser eng zusammen: der Arzt führt verschiedene Tests durch, der Patient beobachtet währenddessen seine Beschwerden genau.

Die Anamnese liefert erste Hinweise

Wenn der Verdacht auf eine Allergie besteht, sollte am besten ein Spezialist, ein sogenannter Allergologe, hinzugezogen werden. Er wird im Anamnesegespräch zunächst Vieles fragen: Wann traten die Beschwerden erstmals auf? Wie äußern sie sich, wann sind sie am stärksten? Haben sich die Beschwerden verändert? Was lindert sie? Hatten Sie als Kind Neurodermitis oder Milchschorf? Gibt es in Ihrer Familie Allergien? Ist Ihre Wohnung feucht und schimmlig? Haben Sie beruflich mit reizenden Stoffen zu tun? Aus den Antworten auf diese Fragen ergibt sich für den Arzt ein Bild, aus dem er erste Schlüsse auf das mögliche Allergen ziehen kann. Danach richtet sich sein weiteres Vorgehen.

Verschiedene Tests geben Aufschluss

Vermutet der Arzt beispielsweise eine allergische Reaktion des Sofort-Typs, wird er zunächst einen Hauttest (Prick- oder Scratchtest) durchführen. Dazu muss der Betroffene eine Woche vorher alle Allergie-Medikamente absetzen, weil sonst keine deutliche Reaktion zu erwarten ist. Ergibt dieser kein eindeutiges Ergebnis, stehen als Alternative Intrakutantest oder Labortest zur Verfügung. Bei Verdacht auf eine Typ-IV-Reaktion – meist eine Kontaktallergie – hilft der sogenannte Pflastertest weiter. Ist eine Nahrungsmittelallergie wahrscheinlich, schlägt der Arzt in der Regel eine Ausschluss- und Provokationsdiät vor, um das Allergen zu ermitteln.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.05.2014
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet.de;
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