Alkoholsucht: Hilfe für Angehörige

Die Alkoholkrankheit (auch Alkoholsucht oder Alkoholabhängigkeit) belastet nicht nur den Betroffenen selbst, sondern auch seine Angehörigen – vor allem Partner, Eltern und Kinder.

Sie machen sich Sorgen um die Gesundheit und das Leben des Alkoholabhängigen, haben eventuell finanzielle Probleme, leiden unter Vereinsamung und manchmal sogar unter Gewalt durch den Betroffenen.

Manche Betroffene geraten in Co-Abhängigkeit

Die Angehörigen eines alkoholabhängigen Menschen müssen vor allem aufpassen, nicht in eine sogenannte Co-Abhängigkeit zu geraten. Co-Abhängigkeit bedeutet, dass der Angehörige zum Verbündeten des Betroffenen wird, ohne es zu merken. Er übernimmt die Verantwortung für den Alkoholabhängigen, entschuldigt oder deckt sein Verhalten, passt seinen eigenen Lebensstil an die Suchtgewohnheiten des Betroffenen an – und gerät so in Abhängigkeit des Alkoholsüchtigen. Dies geht so weit, dass der Co-Abhängige das Gefühl bekommt, selbst seelisch oder körperlich krank zu werden. Er kann zum Beispiel unter Schlaflosigkeit, Nervosität, Migräne, Depressionen und Magenerkrankungen leiden. Schlimmstenfalls gerät er selbst in die Alkoholsucht.

Auch Angehörige brauchen Hilfe

Wenn der Co-Abhängige sich informiert und sein eigenes Leben wieder in den Griff bekommt, hilft das indirekt auch dem Alkoholabhängigen. Denn so wird der übermäßige Alkoholkonsum des Alkoholsüchtigen nicht länger durch den Angehörigen vertuscht. Auf diese Weise wird der Betroffene sich eventuell erst seines Alkoholproblems bewusst und nimmt Hilfe in Anspruch.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.02.2015
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Alkohol? Kenn dein Limit: Was können Angehörige bei Alkoholabhängigkeit tun? (http://www.kenn-dein-limit.de/alkohol/alkoholabhaengigkeit/angehoerige-und-co-abhaengigkeit)
  • Blaues Kreuz in Deutschland e.V.: Ein Wort an Angehörige und Freunde von Suchtkranken. (http://www.blaues-kreuz.de/bundeszentrale/uebersucht/info-angehoerige.html)
  • Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften: Screening, Diagnose und Behandlung alkoholbezogener Störungen (http://www.dg-sucht.de/fileadmin/user_upload/pdf/leitlilnien/AWMF_76-001_S3_Leitlinie_Alkohol.pdf)
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung
  • afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2015/11: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über vitapublic GmbH und sein/ihr Internet-Angebot: www.vitanet.de
  • Logo der Health On the Net Stiftung. das Gesundheitsportal vitanet.de ist von der Health On the Net Stiftung (HON) akkrediert. Zur Prüfung klicken Sie hier.
  • Logo der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW)
  • Logo der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.v. (AGOF)