Diagnostik der akuten Bronchitis
Im Normalfall reichen dem Arzt eine Befragung des Patienten (Anamnese) und das Abklopfen und Abhören des Brustkorbs aus, um eine erste Diagnose zu stellen. Im Falle einer bakteriellen Infektion hört der Arzt oft sogenannte Rasselgeräusche in Lunge und Bronchien.
Ist der Husten anfallartig, wird der Arzt vor allem bei Schwangeren, Kindern und älteren Menschen eine Keuchhustenerkrankung mittels eines Tests ausschließen.
Blutuntersuchung bei Verdacht auf bakterielle Superinfektion
Besteht der Verdacht auf eine bakterielle Superinfektion, bei der sich der Patient zusätzlich zur Virusinfektion eine bakterielle Infektion zuzieht, nimmt der Arzt eine Blutuntersuchung vor, um den Entzündungsstatus zu ermitteln. Für eine mikrobiologische Untersuchung des Auswurfs oder des Nasen- oder Rachensekrets wird ein Abstrich der entsprechenden Materialien durchgeführt. So kann der Arzt feststellen, mit welchen Krankheitserregern sich der Patient infiziert hat, und eine gezielte Antibiotikatherapie einleiten.
Röntgenuntersuchung bei Verdacht auf Lungenentzündung
Lungenentzündungen (Pneumonie) beginnen oft ähnlich einer akuten Bronchitis: mit grippeähnlichen Symptomen, leicht erhöhter Temperatur und trockenem Husten. Deshalb wird der Arzt bei Verdacht auf eine Lungenentzündung eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbs durchführen. Auch ein eingeatmeter Fremdkörper oder ein Tumor kann anhand eines Röntgenbilds erkannt werden.
Lungenfunktionstest bei komplizierter Bronchitis
Hat sich bei einem Patienten eine komplizierte Bronchitis, also eine Obstruktion (Verengung der Bronchien) entwickelt, ist ein Lungenfunktionstest sinnvoll. So kann eine Verengung der Atemwege möglichst frühzeitig erkannt und behandelt werden. Möglicherweise lässt sich auf diese Weise noch verhindern, dass sich nicht-allergisches Asthma entwickelt. Auch ob der Patient zuvor bereits an einer unerkannten chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) leidet, kann der Arzt durch den Lungenfunktionstest herausfinden.





