Therapie der Akne: Hormone

Eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Akne scheint dem männlichen Sexualhormon Testosteron zuzukommen. Daher werden bei der medikamentösen Behandlung der Akne oft die weiblichen „Gegenspieler“ eingesetzt.

Entsprechende Präparate mit Hormonen werden allerdings nur bei Frauen verwendet. Bei Männern würden die Hormone eine „Verweiblichung“ verursachen. Da die zur Therapie der Akne eingesetzten Mittel gleichzeitig als Empfängnisverhütung dienen, bieten sich für Frauen zum Beispiel Antibabypillen an, deren Hauptwirkstoff meist ein Östrogen ist.

Bei Hormonen ist Geduld gefragt

Eine Kombination mit sogenannten Antiandrogenen, also Substanzen, die dem männlichen Hormon entgegenwirken, schlägt in vielen Fällen gut an und wird häufig von Ärzten verschrieben. Oft werden Gestagene verwendet. Aber auch hier ist Geduld gefragt: Der Talgfluss kann sich durch die Einnahme der Pille zwar schon nach einigen Tagen zurückbilden. Bis die weiteren Symptome der Akne zurückgehen, kann es aber einige Monate dauern. Wenn die Pille abgesetzt wird, blüht die Akne häufig wieder auf.

Bei der Einnahme der Pille kann es zu Gewichtszunahme und einer allgemein stärkeren Ausprägung der weiblichen Körperformen kommen. Kopfschmerzen und Venenbeschwerden können ebenfalls auftreten. Bei Leberschäden, Neigung zu Thrombose oder (früherem) Brustkrebs, sollte die Pille überhaupt nicht eingenommen werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.07.2013
  • Autor/in: Dr. Borgwart, Medizinjournalistin; Anja Dolski, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Abeck, Dietrich (2011): Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin: Klinik, Diagnose, Therapie
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