Formen der Akne: Akne beim PCO-Syndrom (PCOS)

PCO-Syndrom oder PCOS sind Abkürzungen für Polyzystisches Ovarialsyndrom – eine Erkrankung, die Frauen im gebärfähigen Alter treffen kann. Sie zeichnet sich durch erhöhte Androgenspiegel aus.

Androgene sind männliche Hormone, die in gewissem Umfang auch bei Frauen produziert werden und wichtig für ein gesundes hormonelles Gleichgewicht sind. Werden die Androgene im Übermaß hergestellt, kann das zu Zyklusstörungen und im Extremfall zu Unfruchtbarkeit führen. Äußerlich macht sich das PCO-Syndrom durch Übergewicht aufgrund einer Insulinresistenz und eine Tendenz zur „Vermännlichung“ bemerkbar: Die betroffenen Frauen bekommen einen leichten Bartwuchs, das Haupthaar kann dünner werden, die Haut wird fettig und es kann sich Akne entwickeln. Die Therapie des PCO-Syndroms gehört in die Hand des Frauenarztes und – wenn eine ausgeprägte Akne besteht – zusätzlich in die eines Hautarztes.

Ursachen des PCO-Syndroms noch nicht vollständig geklärt

Was das PCO-Syndrom verursacht, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Möglicherweise spielt unter anderem die Vererbung eine Rolle, denn Frauen mit PCO-Syndrom haben häufiger als gesunde Frauen Mütter, die ebenfalls daran erkrankt sind. Auch Umweltfaktoren sind wahrscheinlich beteiligt – wie es dann zu dem hormonellen Teufelskreis kommt, in dem sich mehrere endokrinologische Störungen gegenseitig verstärken, kann man noch nicht erklären.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.02.2017
  • Autor/in: Dr. Borgwart, Medizinjournalistin; Anja Dolski, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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