Formen der Akne: Acne inversa

Die Ursachen der sehr schweren Akneform Acne inversa mit Eiterbeulen in den Leisten, der Brust- und Oberarmregion, den Achselhöhlen und im Beckenboden-, Skrotal- und Afterbereich sind nicht bekannt.

Offenbar gibt es aber einige Faktoren, die ihr Auftreten begünstigen. Dazu zählen zum Beispiel Diabetes mellitus, genetische Veranlagung, Übergewicht und zu enge Kleidung. Auch das Rauchen scheint eine entscheidende Rolle zu spielen, denn über 80 Prozent der Betroffenen sind Raucher. Ein Grund dafür könnte sein, dass Nikotin das Wachstum des Bakteriums Staphylococcus aureus, das besonders in den betroffenen Hautarealen vorkommt, fördert. Für eine Therapie der Akne inversa wird daher dringend empfohlen, mit dem Rauchen aufzuhören.

Acne inversa ist eine enorme psychische Belastung

Die Acne inversa ist nicht nur körperlich, sondern auch psychisch eine enorme Belastung für die Betroffenen – meist junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren. Durch die Krankheit wird ihre Lebensqualität stark gemindert. Aus riesigen Komedonen in den betroffenen Bereichen entwickeln sich abgekapselte Eiteransammlungen, die nur noch im Rahmen eines operativen Eingriffs zu beseitigen sind. In seltenen Fällen kann es nach langer Krankheit auch zu Krebs kommen, zum Beispiel Haut-, Leber- und Mundschleimhautkrebs.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.02.2017
  • Autor/in: Dr. Borgwart, Medizinjournalistin; Anja Dolski, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Koloproktologie und der Deutschen Dermatologische Gesellschaft (2011): Acne inversa / Hidradenitis suppurativa
  • Paus, Ralf/Burgdorf, Walter/Sterry, Wolfram (2010): Checkliste Dermatologie: Venerologie, Allergologie, Phlebologie, Andrologie
  • Deutsche Interessensgemeinschaft Akne inversa e.V.: Akne inversa/Acne inversa/Hidradenitis suppurativa (http://www.akne-inversa.de/index.php?option=com_content&view=article&id=47&Itemid=55)