Formen der Akne: Acne aestivalis (Mallorca-/Sommerakne)

Sind es bestimmte Stoffe, die in manchen Sonnenschutzmitteln enthalten sind? Oder solche, die zum Hautfett ganz natürlich dazugehören? Auf jeden Fall hat die Sonne Anteil an der Entstehung der sogenannten Mallorca-Akne (Acne aestivalis) – und zwar auch dann, wenn man hinter Glas in einem geschlossenen Raum sitzt.

Verantwortlich ist das UVA-Licht, das in Kombination mit bestimmten Antigenen, die in Sonnenschutzmitteln, im Hautfett oder in anderen Chemikalien enthalten sein können, bei manchen Menschen akneartige Hauterscheinungen provoziert. Typischerweise tritt die Mallorca-Akne erst ein paar Tage nach Sonnenexposition auf: stark juckende Pickelchen – vor allem am Hals, am Dekolleté und den Schultern.

Junge Menschen sind ganz besonders empfänglich für die Mallorca-Akne, vor allem wenn sie zu fettiger Haut neigen oder überhaupt eine Neigung zu Akne haben. Im Grunde ist die Mallorca-Akne aber viel mehr eine Lichtdermatose als eine Form der Akne, da die aknetypischen Komedonen fehlen.

Schutz und Vorbeugung gegen Mallorca-Akne

Am wirksamsten kann man sich demnach vor der Mallorca-Akne schützen, indem man die Sonne meidet. Bei starkem Juckreiz helfen Antihistaminika. Auch Vitamin-A-Säure-haltige Gels und Cremes können Linderung verschaffen. Kortison ist dagegen nur in Ausnahmefällen notwendig.

Wer schon weiß, dass er eine Neigung zu Mallorca-Akne hat, kann ihrem Auftreten mithilfe folgender Maßnahmen vorbeugen:
  • Die Haut langsam an die Sonne gewöhnen,
  • der Haut Lichtschutz durch Kleidung bieten,
  • ein fettfreies Sonnenschutzmittel mit physikalischen Lichtschutzfaktoren gegen UVA und UVB verwenden,
  • nach dem Sonnenbad fettfreie After-Sun-Produkte verwenden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.07.2013
  • Autor/in: Dr. Borgwart, Medizinjournalistin; Anja Dolski, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Paus, Ralf/Burgdorf, Walter/Sterry, Wolfram (2010): Checkliste Dermatologie: Venerologie, Allergologie, Phlebologie, Andrologie
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