Akne/Acne

Akne betrifft größtenteils junge Menschen in der Pubertät und ist für viele weit mehr als ein Schönheitsfehler. Die gute Nachricht: In den allermeisten Fällen lässt sich Akne gut in den Griff bekommen. Und wenn der Spuk erst einmal vorbei ist, bleiben selten Narben auf der Haut zurück.

Mädchen und Mutter © Thinkstock

Behandlung durch einen Facharzt und die richtigen Medikamente

Akne ist die weltweit häufigste Erkrankung der Haut. Meistens sind junge Menschen in der Pubertät betroffen. Die Erkrankung kann zu einer starken psychischen Belastung werden. Mit der Behandlung durch einen Facharzt und den richtigen Medikamenten kann man Akne aber gut in den Griff bekommen.

Ursache von Akne: zum Beispiel übermäßige Talkproduktion

Grundsätzlich ist Akne eine Erkrankung der Talgdrüsenfollikel in der Haut, die in verschiedenen Formen auftritt. Die gewöhnliche Akne (Acne vulgaris) betrifft beispielsweise hauptsächlich die Hautregionen, in denen sich besonders viele Talgdrüsenfollikel befinden. Der Talg aus diesen Follikeln gelangt normalerweise über feine Kanälchen an die Hautoberfläche. Sind diese Kanäle durch übermäßige Talgproduktion und Verhornungsstörungen der Haut verstopft, entstehen kleine Pfropfen (sogenannte Komedonen). Kommt Luft an einen Pfropf, oxidiert das enthaltene Pigment Melanin. Der Pfropf ist dann als dunkler Mitesser zu erkennen.

Entzündungsreaktionen und Bakterienbesiedelung

In dem Pfropf befinden sich Fettsäuren, die die Zellen der Haut stark reizen können. Dadurch entstehen die Entzündungsherde, die typisch für schwerere Formen der Akne sind. Oft kommt es zur Eiterbildung, seltener und bei starken Entzündungen zu Zerstörungen von Hautschichten. Die Folge sind dann häufig Vernarbungen der Haut.

Bei den Vorgängen an den Follikeln spielt auch das Bakterium Propionibacterium acnes eine Rolle. Diese Erreger befinden sich in den Talgpfropfen und kurbeln die Produktion der Fettsäuren weiter an – der Entzündungsprozess wird verstärkt. Die genauen Ursachen von Akne sind bis heute nicht abschließend geklärt, ihre Entstehung hängt aber von mehreren Faktoren ab.

Über den Zusammenhang zwischen der Aufnahme von bestimmten Nahrungsmitteln wie Schokolade oder Chips und der Auslösung von Akne gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Allerdings scheinen Insulin, das insulinähnliche IGF-1 (Insulin-like Growth factor), Milch und hyperglykämische Kost an der Entstehung der Akne beteiligt zu sein.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.07.2013
  • Autor/in: Anja Dolski, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Paus, Ralf/Burgdorf, Walter/Sterry, Wolfram (2010): Checkliste Dermatologie: Venerologie, Allergologie, Phlebologie, Andrologie
  • Abeck, Dietrich (2011): Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin: Klinik, Diagnose, Therapie
  • Moll, Ingrid (2010): Dermatologie
  • Altmeyer, Peter/Paech, Volker: Enzyklopädie der Dermatologie, Allergologie, Umweltmedizin (http://www.enzyklopaedie-dermatologie.de/)
  • Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (2011): Behandlung der Akne (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-017l_S2k_Behandlung_der_Akne_2011-10-Korrektur.pdf)
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