Wissen A-Z
A
ABC-Regel: Regel zur erfolgreichen Wiederbelebung mit einer bestimmten Vorgehensweise: Ansprechen, Beatmen, Circulation.
absolute Arrhythmie: völlige Unregelmäßigkeit beim Herzschlag: unregelmäßiges Zusammenziehen der Herzkammern, die dadurch nicht mehr ausreichend mit Blut gefüllt werden und ihre Pumpfunktion verlieren können
ACE-Hemmer: Hemmer des Angiotensin-Umwandlungsenzyms (englisch: angiotensin converting enzyme), das bei seiner Ausschüttung ein Zusammenziehen der Arterien und damit eine Blutdruckerhöhung bewirkt
Acetylsalicylsäure (ASS): Schmerz- und Fiebermittel; wirkt auch als Thrombozytenfunktionshemmer und wird zur Vorbeugung von Durchblutungsstörungen des Herzens und Gehirns eingesetzt
Aggregation: Verklumpung, Anhäufung
Aggregationshemmer: Hemmstoffe einer Verklumpung, z. B. von Thrombozyten (Blutplättchen, siehe auch Thrombozytenfunktionshemmer)
Agnosie: Unfähigkeit des (Wieder-) Erkennens von Sinneswahrnehmungen trotz normaler Funktion der Sinnesorgane
Agraphie: Unfähigkeit, trotz normaler Funktion der Hand und normalem Denkvermögen zu schreiben
AHB: Abkürzung für Anschlussheilbehandlung
Akalkulie: Unfähigkeit zu rechnen (auch einfache Aufgaben mit Zahlen unter 100)
akustisch: das Hören bzw. Gehör betreffend
akustische Agnosie: Unfähigkeit des (Wieder-) Erkennens von Gehörtem (Geräusche, Musik etc.) trotz normaler Funktion der Ohren
akut: plötzlich einsetzend oder auftretend und meist von kürzerer Dauer, heftig verlaufend; Gegensatz: chronisch
Akutphase: Beginn einer Krankheit, meist die Phase der stärksten Beschwerden
Akuttherapie/Akutversorgung: Sofortbehandlung
Alexie: Unfähigkeit, trotz erhaltenem Sehvermögen geschriebene Buchstaben oder Wörter zu erfassen und zu verstehen (lesen zu können)
Amaurose, Amaurosis: Erblindung, Sehunfähigkeit; kann ein Auge oder beide betreffen und verschiedenartige Ursachen haben
Amaurosis fugax: plötzlicher, sich innerhalb von Minuten bis Stunden vollständig zurückbildender Sehverlust auf einem Auge aufgrund einer Durchblutungsstörung; als transitorische ischämische Attacke des Auges. Warnzeichen für Hirninfarkt und Herzinfarkt
amaurotisch: mit einer Amaurose einhergehend
ambulant: ohne Krankenhausaufnahme, nichtstationär
Amnesie: Erinnerungslücke, Gedächtnisverlust für einen bestimmten Zeitabschnitt; Unfähigkeit, sich an etwas zu erinnern
amnestisch: erinnerungslos
amnestische Aphasie: Sprachstörung mit Wortfindungsstörungen und Satzabbrüchen bei ansonsten weitgehend erhaltenem Sprachfluss und Sprachverständnis; kommt bei Schlaganfällen häufiger besonders in der Rückbildungsphase vor
Anarthrie: Sprechunfähigkeit; Unfähigkeit zur Bildung von Lauten
Anästhesie: Empfindungslosigkeit, Gefühllosigkeit für Berührungs- und Schmerzreize; oft auch Bezeichnung für Narkose oder Betäubung
Anastomose: Verbindung zwischen zwei Gefäßen (z.B. Koronararterie und Bypassgefäß) durch eine feine Naht
Aneurysma: Aussackung; umschriebene, ballon- oder sackförmige Aufweitung einer Arterie infolge einer angeborenen oder erworbenen Wandschwäche
Aneurysma dissecans: nach Gefäßverletzung oder ohne erkennbaren Grund (spontan) auftretender Einriss der Innenwand einer Arterie mit Ausbildung eines zweiten, "falschen" Lumens (Gefäßlichtung). Durch eine Vorwölbung nach innen kann es zu einer Einengung oder einem Verschluss des echten Lumens kommen
Aneurysma-Resektion (Aneurysmektomie): operative Entfernung eines Aneurysmas, meist zugleich mit Anlage eines oder mehrerer Bypässe
Angina pectoris: anfallsweise auftretendes, schmerzhaftes Engegefühl hinter dem Brustbein oder in der Herzgegend; ursächlich liegt oft eine Verengung der Herzkranzgefäße mit koronarer Herzkrankheit (KHK) vor
Angiographie: Gefäßdarstellung, meist mit einer Serie von Röntgenbildern nach Füllung mit Kontrastmitteln (häufig als transfemorale Angiographie mit über einen von der Leiste vorgeschobenen Katheter)
Angiologe: Gefäßspezialist
Angiopathie: Gefäßkrankheit, z. B. der Arterien, Venen, Lymphgefäße
Anomie: Unfähigkeit, vertraute und bekannte Dinge richtig zu benennen
Anosmie: Verlust des Geruchssinns, aufgehobene Geruchswahrnehmung
Anschlußheilbehandlung (AHB): sich an die Akutbehandlung nach einem Schlaganfall oder sonstigen Krankheiten mit einer Unterbrechung von in der Regel höchstens 14 Tagen anschließende Weiterbehandlung in Rehabilitationskliniken für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung
Antiarrhythmika: Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen
Antihypertensivum (Mehrzahl: Antihypertensiva): Medikament zur Behandlung erhöhten Blutdrucks
Antikoagulans (Mehrzahl: Antikoagulantien): Medikament zur Hemmung der Blutgerinnung
Antikoagulation: Hemmung der Blutgerinnung
Aorta: Hauptschlagader; größte Arterie des Menschen, ausgehend von der linken Herzkammer mit zahlreichen Ästen zum Kopf sowie den Brust- und Bauchorganen
Aortenklappe: Herzklappe zwischen linker Hauptkammer und Hauptschlagader; sie verhindert bei Erschlaffung des Herzmuskels (Diastole) den Rückstrom des Blutes von der Aorta ins Herz
Aphasie: Sprachstörung mit Einschränkung der Sprachproduktion (= Broca-Aphasie, oder motorische Aphasie), des Sprachverständnisses (= sensorische Aphasie oder Wernike-Aphasie), der Sprachproduktion und des Sprachverständnisses, Wortfindungsstörungen (amnestische Aphasie) oder zusammenhangslosem Wiederholen von einzelnen oder mehreren Wörtern (Jargon-Aphasie)
Apoplex: Schlaganfall
Apraxie: Unfähigkeit, trotz erhaltener Funktionstüchtigkeit von Sinnesorganen, Gelenken und Muskeln sinnvolle, zweckmäßige Handlungen auszuführen und Handlungsabsichten umzusetzen
Arrhythmie: Unregelmäßigkeit, z. B. des Puls- bzw. Herzschlags
Arteria (Mehrzahl: Arteriae): lateinisch = Arterie, Schlagader; Blutgefäß, das vom Herz kommt und sauerstoffreiches Blut enthält
Arteria basilaris: Hirnstammarterie, aus den beiden Wirbelsäulenarterien entstehend
Arteria carotis communis (ACC): gemeinsame Halsschlagader (vor der Aufteilung in die innere und äußere)
Arteria carotis externa (ACE): äußere Halsschlagader, die das Gesicht mit Blut versorgt
Arteria carotis interna (ACI): innere Halsschlagader, die das Gehirn mit Blut versorgt
Arteria cerebri anterior: vordere Gehirnarterie
Arteria cerebri media: mittlere Gehirnarterie
Arteria cerebri posterior: hintere Gehirnarterie
Arteria vertebralis: Wirbelsäulenarterie
Arterie: Ader, die sauerstoffreiches Blut aus dem linken Herzen in den Körper transportiert - Ausnahme: Über die Lungenarterie gelangt sauerstoffarmes Blut aus dem rechten Herzen in die Lunge, wo es sich wieder mit Sauerstoff anreichert.
arteriell: Arterien betreffend
arterielle Hypertonie: Bluthochdruck
Arteriographie: Angiographie (Gefäßdarstellung) der Arterien
Arteriosklerose: Erkrankung der Arterien mit Verdickung und Verhärtung der Wand durch Einlagerung von Fett, Bindegewebe und Kalk
Asystolie: Fehlende Kontraktion des Herzmuskels mit Kreislaufstillstand
Asystolie: Fehlende Kontraktion des Herzmuskels mit Kreislaufstillstand
AT-1-Rezeptor-Antagonisten: Medikamente, die ein Blutdruck steigerndes Enzym dämpfen bzw. inaktivieren
Ataxie: Unordnung, Verwirrung; z. B. Störung des Bewegungsablaufs bzw. der Abstimmung von Körperbewegungen zu einem geordneten Zusammenwirken der Muskulatur oder Unfähigkeit, Körperbewegungen wie Gehen, Stehen oder Greifen fein abzustimmen (zu koordinieren); kommt besonders bei Kleinhirninfarkten vor
Atherosklerose: Frühform der Arteriosklerose mit Fett- und Cholesterinablagerungen auf den Innenwänden von Arterien
Auskultation: Abhorchen der im Körper entstehenden Geräusche und Töne (z.B. Atmungsgeräusche) mit einem Stethoskop
autonomes Nervensystem: Teil des Nervensystems, der nicht dem Bewusstsein und der Willkürkontrolle unterliegt; dient der automatisch ablaufenden Regelung von Lebensfunktionen wie Atmung oder Verdauung (= vegetatives Nervensystem)
AV-Block: Störung der Erregungsüberleitung zwischen Vorhöfen und Herzkammern
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