Herz-CT zeigt Arteriosklerose schon im Frühstadium

Die Computertomografie (CT) gibt es seit Anfang der 1970er Jahre. Eine Herz-CT ist technisch jedoch erst seit dem Jahr 2000 möglich. Da das Herz ständig in Bewegung ist, muss die Aufnahmezeit extrem kurz sein.

Herz-CT zur KHK-Erstdiagnostik geeignet

Die CT kann das Herz dreidimensional abbilden. Durch die präzise räumliche Darstellung werden die Gefäße des Herzens gut sichtbar. Der Arzt kann Arteriosklerose, besonders Verkalkungen und Stenosen (Gefäßengstellen), bereits in einem frühen Stadium diagnostizieren. Die Untersuchung ist deshalb für Patienten mit einem Risiko für KHK (koronare Herzkrankheit) geeignet, die jedoch noch keine Symptome zeigen. Neben den Koronargefäßen kann die CT die Funktion der linken Herzkammer zeigen.

So entsteht das dreidimensionale Bild

Bei der Herz-CT kommen aus verschiedenen Richtungen gebündelte Röntgenstrahlen, die je nach Gewebestruktur unterschiedlich stark abgeschwächt werden. Die Strahlen sendet eine Röntgenröhre, die sich in einem Ring kontinuierlich um den Patienten dreht, während der Patient auf der Liege ebenfalls rotiert. Auf der gegenüberliegenden Seite misst ein Empfänger (Detektor), wie stark die Strahlen noch sind, wenn sie bei ihm ankommen. Die ermittelten Daten sendet der Detektor an einen Computer, der einen dreidimensionalen Datensatz und einzelne Schichtbilder errechnen kann.

Private Krankenversicherer übernehmen die Kosten

Für den Patienten ist die CT wenig belastend: Er liegt nur mit dem Rumpf in der Röhre und muss wenige Sekunden – solange dauert die Untersuchung – die Luft anhalten. Zuvor bekommt er ein jodhaltiges Kontrastmittel in die Vene gespritzt, damit die Gefäße im CT besser sichtbar sind. Wenn Sie unter einer Jodallergie leiden, einer Überfunktion der Schilddrüse oder einer Nierenfunktionsstörung, teilen Sie dies bitte unbedingt dem Radiologen mit. In diesen Fällen kann es zu gefährlichen Nebenwirkungen kommen. Die Strahlenbelastung ist bei einer Herz-CT ähnlich hoch wie bei einer Herz-Katheter-Untersuchung. Bisher übernehmen nur private Krankenversicherer die Kosten für eine Herz-CT.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.05.2008
  • Autor/in: Dr. Anne Dietel, Ärztin, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: Karl Werdan, Hans-Joachim Trappe, Hans-Reinhard Zerkowski: Das Herzbuch. Praktische Herz-Kreislauf-Medizin, Urban
  • Interview mit Dr. Alexander Huppertz, Geschäftsführer des Imaging Science Institute Charité - Siemens
  • Dkfz. Deutsches Krebsforschungszentrum Krebsinformationsdienst, Stand 2002
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung
  • afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2015/11: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über vitapublic GmbH und sein/ihr Internet-Angebot: www.vitanet.de
  • Logo der Health On the Net Stiftung. das Gesundheitsportal vitanet.de ist von der Health On the Net Stiftung (HON) akkrediert. Zur Prüfung klicken Sie hier.
  • Logo der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW)
  • Logo der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.v. (AGOF)