Herz-Kreislauf-Untersuchung: von EKG über Herzkatheter bis CT und MRT

Nicht jede Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems wird schon beim ersten Arztbesuch entdeckt. Oft muss der Arzt mehrere Methoden der Herzuntersuchung einsetzen, um eine exakte Diagnose zu erhalten, nach der sich dann die Therapie richtet.

Wenn die Zeit knapp ist – Untersuchung von Herz und Kreislauf

Die Wahl der diagnostischen Mittel für die Untersuchung von Herz und Kreislauf hängt davon ab, über welche Beschwerden der Patient klagt, welche Erkrankung der Arzt vermutet und wie dringend eine Therapie ist. Besteht etwa der Verdacht auf einen Herzinfarkt, wird rasch und gezielt nach einer Durchblutungsstörung am Herzen gefahndet, denn jede Minute ist kostbar. Kommt dagegen ein Patient mit erhöhtem Blutdruck in die Arztpraxis, hat der Arzt meist etwas mehr Spielraum für die Untersuchung.

Gezielte Untersuchung von Herz und Kreislauf ist wichtig

Dabei gilt: Viel hilft nicht immer viel. Oft findet der erfahrene Arzt schon bei der körperlichen Untersuchung sichere Hinweise für eine bestimmte Erkrankung. Seine Verdachtsdiagnose wird durch wenige gezielte diagnostische Verfahren dann lediglich abgesichert. Unterstützen Sie Ihren Arzt bei der Herzdiagnostik, alles Notwendige, aber nicht immer alles medizinisch Mögliche zu tun, indem Sie seiner Einschätzung vertrauen und dadurch auch selbst sicherer im Umgang mit Ihrer Erkrankung werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.10.2014
  • Autor/in: Dr. Anne Dietel, Ärztin, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: Karl Werdan, Hans-Joachim Trappe, Hans-Reinhard Zerkowski: Das Herzbuch. Praktische Herz-Kreislauf-Medizin, Urban
  • Interview mit Dr. Alexander Huppertz, Geschäftsführer des Imaging Science Institute Charité - Siemens
  • Dkfz. Deutsches Krebsforschungszentrum Krebsinformationsdienst, Stand 2002